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Kosie

Erzähl uns deine Soldatengeschichte - Kreativwettbewerb

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meine Geschichte als hammerrudy in der speed 2:

Moin, meine Geschichte spielte sich vor 20 Jahren ab. Ich war Rekrut in der Friesland-Kaserne in Varel wir waren vom der InstAusbKp 5/11 als "Gäste" bei den Fallschirmjägern untergebracht. An einem Tag wurden wir zum ersten Mal auf der Hindernisbahn ausgebildet und die einzelnen Stationen wurden von den Hilfsausbildern, damals noch Gefreiter bis Hauptgefreiter (Stabs- und Oberstabsgefreiter gabs da noch nicht) vorgestellt und erklärt. Die Eskalierwand wurde von unserem stellvertretenen Kompanieführer, einem Leutnant, vorgestellt. Ausgerechnet der war so fett, das man Mühe hatte, das damals getragene Koppelschloss von vorne zu erblicken, da die Plauze überhing. Naja, er nimmt Anlauf, reisst das rechte Bein hoch und *plopf* rennt voll gegen die Wand. Schweigen. Er nimmt mehr Anlauf als beim ersten Versuch, gleiches Ergebnis. Er nimmt mit gesunder roter Gesichtsverfärbung  noch mehr Anlauf und bekommt den oberen Rand endlich zu fassen. In Zeitlupentempo zieht er sich ächzendüber die Wand und es macht auf anderen Seite *platsch*. Die Hilfsausbilder an der Seite können sich kaum noch halten. Mit hochrrotem Kopf kommt der Leutnant hinter der Eskalierwand hervor und wurde von uns Rekruten sowie Hilfsausbildern mit tosendem Applaus empfangen.

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Ein schöner Geburtstag

 

Wiedermal fanden wir uns auf einem Truppenübungsplatz wieder, diesmal 3 Wochen am Stück in Klietz.

Die erste Woche verging wie im Fluge, Gefechtsausbildung stand im Schwerpunkt und ich konnte mich als junger Unteroffizier nicht über mangelnde Aufträge beklagen. Auch wenn sie oft kurzfristig kamen war ich mit dem umgesetzten und erreichten Ergebnissen zufrieden.Mein Zugführer war auch zufrieden teilte mir mit das am nächsten Tag ein Tag- und Nachtschießen anstand und ich erstmalig als Kommandant meinen Panzer befehligen durfte. Es gibt nichts schöneres als Nachts zu schießen.Blöd war nur das ich an dem Tag Geburtstag hatte, aber was solls dachte ich mir Zeit zum Feiern findet sich trotzdem.Es kam alles anders als gedacht.Am frühen Morgen bekam ich den Befehl mich beim Spieß zumelden und nach einem warmen Händedruck und einem Schulterklopfer teilte er mir mit, das ich abgestellt werde zur Bewachung unseres Munlagers. Das war 30 Kilometer vom Hauptlager entfernt und lag irgendwo in der Pampa. Ich war stinksauer, jeder andere Uffz hätte diesen Auftrag wahrnehmen können.

Schwer enttäuscht und mit hängendem Kopf ging ich zurück zu meinem Zug und teilte die Wachmannschaft ein und bereitete mich auf einen tollen Auftrag vor.  Ich organisierte ein Fahrzeug, forderte Nachtsichtgeräte an und kümmerte mich um jeden Scheiss. Meine Männer waren trotz des kurzfristigen Auftrages gut drauf was mich verwunderte, denn auch sie hatten sich ja richtig auf das Schießen gefreut Stunden später stellte ich dann fest warum. Mein Zugführer hatte sich ohne meines Wissens um einen Grill, um ausreichend Getränke und Fleisch gekümmert.

Natürlich waren auch die anderen eingeweiht und haben mich dann im Munitionslager mit einer klasse Grillparty überrascht.

Schnell war die schlechte Laune verflogen und wir haben uns die Bäuche voll geschlagen, den einen oder anderen Absacker getrunken und uns schön in die Sonne gelegt und entspannt.

Als ich mich am nächsten Tag beim Spieß zurück gemeldet habe, hatte ich ein Schmunzeln im Gesicht. 

Selten habe ich einen so schönen Geburtstag während meiner Dienstzeit wieder erlebt.

 

Speed 1

Doncali1998

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Kanuele - Final

 

Der neue Chef

 

Was für ein Tag!

Ich hatte gerade den Feldwebellehrgang versaut und von meinem Spieß eine gehörige Standpauke zu hören bekommen. Morgen früh sollte ich mich gleich bei unserem neuen Kompaniechef melden; davor hatte ich schon etwas Bammel, da ich ihn nicht kannte.

Ich hatte mich mit meinem Kameraden verabredet, und wir wollten im Heimbetrieb noch ein Bier trinken gehen, damit ich meinen Ärger und Frust herunter spülen konnte. Die meisten Soldaten fuhren abends nach hause, deshalb war in der Kantine nur wenig Betrieb. Ich holte mir ein Bier und setzte mich an einen freien Tisch.

Meine Freundin hatte mir eine SMS geschickt, es täte ihr so Leid, dass ich den Lehrgang nicht geschafft hatte, und sie wollte mich am Wochenende trösten.

Die nächste SMS kam von meinem Kameraden, ihm war etwas dazwischen gekommen, und er konnte nicht herkommen.

„Na toll“, dachte ich, „das wird ja ein schöner Abend.“ Ich stand auf, ging an die Theke und beschloss, mich heute etwas zu betrinken.

Ich schwang mich auf einen der Barhocker und bestellte mir einen Schnaps zu meinem Bier.

„Hast du Kummer“, fragte der Wirt, „was ist los?“ „Ich hab es versaut“, antwortete ich, „bin durchgefallen. Wehrrecht ist einfach nicht mein Ding.“ Der Wirt schob mir das Glas mit dem Schnaps hin.

Ich trank das Glas aus und stellte es wieder auf den Tresen. „Nein, das ist auch keine Lösung, ich muss da irgendwie durch“, sagte ich.

„Dreh dich mal um“, sagte der Wirt. Ich drehte mich um. Eine junge Frau, vielleicht Anfang dreißig, kam in die Kantine. Sie sah verdammt gut aus, hatte eine knackige Figur, lange, dunkelbraune Haare und trug eine enge Jeans und ein weißes T – Shirt.

Dazu dieser Geruch... Das war kein billiges Parfum, das war schon die Oberklasse. Und sie kam an die Theke und setzte sich auf den Hocker neben mir. Mir blieb fast die Luft weg, aber ich riss mich zusammen und wollte auf jeden Fall cool bleiben.

Tatsächlich schaffte ich es, ein „guten Abend“ herauszubringen. „Guten Abend“, antwortete die schöne Frau, sah mich an und strich mit der Hand durch ihre langen, dunkelbraunen Haare. „Ich habe Sie noch nie hier gesehen, sind Sie neu hier“, fragte sie.

Der Wirt servierte ihr ein alkoholfreies Weizenbier. Ich bekam noch einen Schnaps.

„Nein, aber ich war einige Zeit auf Lehrgang“, antwortete ich. „Und Sie? – Oder Du?“ „Ich bin auch neu hier, aber wir sollten besser beim Sie bleiben“, antwortete die schöne Frau und lächelte. „Ich habe noch keine Wohnung im Standort gefunden und schlafe bis dahin in der Kaserne.“

„Hey, wenn du – äh Sie mal Kummer haben, dann kannst du mich immer um Rat fragen, du siehst echt gut aus, und du riechst so gut“, sprudelte es aus mir heraus.

„Danke für das Angebot“, antwortete die Frau, trank ihr Glas aus und verabschiedete sich.

Ich schaute ihr nach. Wenn ich nicht schon liiert gewesen wäre, und meine Freundin sehr lieb gehabt hätte, dann...

Mir war nicht nach mehr trinken, deshalb bezahlte ich und ging in meine Unterkunft.

 

Am nächsten Morgen machte ich mich frisch, achtete auf einen absolut korrekten Anzug und meldete mich bei meinem Spieß. „Die Frau Hauptmann ist jetzt da, Herr Stabsunteroffizier, und sie erwartet Sie schon.“

Die Tür zum Chef war nur angelehnt, aber durch den Spalt strömte der Geruch von richtig teurem Parfum...

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"Kommen Sie rein Obergefreiter", sprach der Oberst. "Und versuchen Sie erst gar nicht zu grüßen, für solche Floskeln habe wir an dieser Front keine Zeit mehr". "Sie wissen was mit ihrem Hauptmann geschehen ist?"

 

"Ja, ich stand neben ihm als die Kugel seinen Kopf zerschmetterte."   

   

"Gut, das spart Zeit". "Da ihr Zug ohne Leitenden kaum einsatzfähig ist, übernehmen Sie das jetzt". "Ich mache Sie jetzt zum Hauptmann und morgen früh beginnt der nächste Angriff. Bringen Sie gefälligst ihren Haufen auf Vordermann, denn nur so können wir im Felde bestehen".

"Gehen Sie jetzt und veranlassen Sie alles Nötige".

 

Mit Stolz erfüllter Brust verließ der frisch gebackene Hauptmann den Kommandobunker, schritt den matschigen Graben entlang, erklomm die nächste Leiter und stand auf dem Wall. Vor ihm die Stacheldrahtverhaue, die Erdlöcher des Atelierbeschuss und den in der Dunkelheit vor ihm liegenden, abwarteten Feind.

 

"Endlich Offizier", dachte der Hauptmann. "Morgen werde ich beweisen was ich wirklich wert bin".

Er zog eine Zigarette aus dem Etui, und als sein Feuerzeug hell erleuchtete, wurde es dunkel. 

 

 

OldVic http://www.schulterglatze.de/enlist/111620 

Final

KeinPlan http://www.schulterglatze.de/troop/overview/pinnwand

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neue Geschichte:

 

User: Lionel_Messi

Spielwelt: UsArmy

Anmerkung zur Geschichte: Hat sich so zu getragen bei der Bundeswehr, als ich ich selbst dort SaZ war von 1996-2000, Namen wurden weggelassen.

 

Es ereignete sich im Jahr 1998, auf einem Truppenübungsplatz in NRW, die Einheit bei der ich diente ist eine FLaRak Gruppe der Luftwaffe welche für eine NATO-Überprüfung nach 5 Tagen innerhalb der Kaserne nun 3 Tage im Einsatz auf einem Trp-Ü Platz bewertet wurde.

Eine FlaRakGrp besteht aus etwa 100 Soldaten welche im Cluster über mehrere TrP-Ü Plätze mit anderen FlaRak-Einheiten in Kontakt steht um das bei der Bundeswehr vielfach geprobte Szenario Grünland gegen Gelbland zu testen.

 

Der erste Tag ist in der Regel In-Stellung-Bringen und einfache Szenarien wie Organisation und Sniper Einheiten abwehren, Tag zwei wird es simulierte Flugabwehr (mit echten Überflug von Jets, natürlich nicht mit tatsächlicher Abwehr dieser Flugzeuge) und ABC Alarme getestet und an Tag drei vor Beendigung gibt das Nato Szenario von mitte der 90er Jahre noch einen Atomschlag als Draufgabe…

 

Die Sicherheit des Truppenübungsplatzes wird durch die Einheiten selbst geleistet wenngleich in tatsächlichen Einsatz dies eine Luftwaffen-Sicherungsstaffel übernehmen würde.

Deshalb wurden die Mannschafts- und Unteroffiziere zur Bewachung des Geländes eingeteilt während das Funktionspersonal der Abschussstellungen, des Radar und des Feuerleitstandes (jeder Soldat vom Heer wird jetzt sagen typisch Luftwaffe) in der Zeit von 23-05 Uhr in eine nahegelegene Kaserne oder Turnhalle zur Verpflegung und Pause  entsandt worden ist.

 

Es wird immer 90min Streife gelaufen bestehend aus zwei Soldaten, meist ein Wehrpflichter und ein Zeitsoldat, anschließend 3 Stunden Pause bis zur nächsten Streife, so wird der Trp-Ü-Platz von 20-07 Uhr bewacht, dazwischen ist nur minimales Funktionspersonal anwesend um Generatoren mit Kraftstoff zu versorgen etc.

 

Auf einem dieser Streifengänge passierte das was die wesentliche Geschichte ist, woran ich mich immer erinnern werden kann.

Ich war als Hauptgefreiter mit einem Wehrpflichtigen  auf Streife, ausgestattet mit Funkgerät, Knick-Taschenlampe mit roten Aufsatz und Gewehr G3 als STAN-Waffe für Mannschaftsdienstgrade. Da dieses Wache nicht zur Nato-Übung zählte hatten wir zwei Magazine à 20 Schuss NATO Munition 7,62mm dabei. Die Waffen wurden vor Streifengang fertiggeladen und gesichert. Wir waren schon eine Weile unterwegs, immer etwa 10m diagonal voneinander getrennt. Irgendwann sagte der Wehrpflichtige der zu dem Zeitpunkt hinter mir versetzt lief folgenden Satz:

Wenn ich wollte könnte ich dich erschiessen!

Ich dachte ich hörte nicht richtig, hielt an und der Wehrpflichte schloss zu mir auf. Ich fragte was er gesagt hat, und er wiederholte es. Es war nicht so das er es wirklich hätte machen wollen oder es einen Grund dafür gab, nur ist diesem jungen 18 oder 19jährigen Mann durch den Kopf gegangen das er ohne besondere Vorkenntnisse eine tödliche Waffe in der Hand hielt mit der sich allerhand Unfug anstellen lässt.

Für den Rest des Streifenganges bin ich hinter dem Wehrpflichten gegangen, ansonsten hatte dies keine weiteren Auswirkungen da dies nicht offiziell gemeldet wurde. Allerdings ist dieser Wehrpflichte in der Zeit der Übung nicht mehr Streife gelaufen! Bei einer dreitägigen Übung mit nur zwei Nächten und ca. 55 Mannschaftsdienstgraden war dies auch nicht mehr erforderlich.

Bei weiteren Nato-Überprüfungen (jährlich) wurde ich nicht mehr zur Streife herangezogen da ich dann mittlerweile zum Funktionspersonal gehörte welches u.a. die Generatoren mit Kraftstoff versorgt.

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Eines von vielen Schicksalen

1945 ein kleines Dorf in der Mitte von Deutschland.

Ein junger Mann, grade mal 17 Jahre alt, bekommt die Einberufung  zur Front.

Die Eltern sind fix und fertig, weil es das einzige Kind ist und keiner weiß, ob er den Wahnsinn überleben wird.

Mit schweren Herzen zieht er los.

Das Mädchen was grade ihre Pflicht-Arbeitsjahre bei der Familie machen muß und schon wie eine Schwester

für ihn ist, schafft ihn noch in die nächste Stadt. Da ist die Sammelstelle wo sie auf LKWs geladen werden.

Es geht in Richtung Front.

Nur wenige Tage später, der Krieg ist eigentlich schon zu Ende.

Der junge Mann wird von einer Kugel getroffen, direkt ins Bein.

Drei Freunde von ihm sind unmittelbar in seiner Nähe. Alle hatten eigentlich nur zu sehen, dass sie weg kamen. Der Russe kam immer näher…

Er hatte aber keine Chance aus eigener Kraft zu laufen.

Seine Freunde stützten ihn und nahmen in bis in das nächste Lazeret mit.

Ohne sie wäre er irgendwo auf den Feldern bei dem Rückzug verblutet und gestorben.

Im Lazeret wurde dann das Bein grob amputiert und notdürftig abgebunden und ihn auf den Heimweg  geschickt.

In der Zeit wurde die Eltern schon von einem Freund über das Schicksal ihres einzigen Sohnes informiert.

Sie waren total schockiert aber heil froh, dass er lebte.

Über eine Tante, die in Berlin wohnte, die beim Deutschen Roten Kreuz war, bekamen sie herraus,

in welchem Zug er war.

Sie hatten aber nicht wirklich die Möglichkeit zum Zielbahnhof nach Dresden zu kommen.

Das junge Mädel erklärte sich bereit sich mit dem Rad auf den Weg zu machen.

Ein Teil mit dem Zug und den Rest radelte sie was das Zeug hergab.

In Dresden angekommen, hunderte Soldaten an dem Bahnhof, wie sollte sie ihn nur in der Masse

finden?

Sie rannte rum, fragte Soldaten und Leute vom Roten Kreuz aber keiner konnte ihr wirklich Auskunft geben.

Sie setzte sich auf eine Bank an den Gleisen, sie war mit ihren Kräften am Ende.

Tränen liefen ihr über´s Gesicht.

Da kam noch ein Zug in den Bahnhof gefahren. Er stoppte genau vor ihr. Es war ein Güterwagen aber auch voll besetzt mit verletzten Soldaten.

Die Tür ging auf und wie es Gott wollte halfen zwei Soldaten genau den jungen Mann aus dem Zug, den sie so verzweifelt gesucht hatte.

Die erste Frage die er stellte: Was machst denn du hier?

Dann fielen sie sich in die Arme und fingen vor Freude alle beide an zu weinen.

Die erste Hürde war geschafft.

Nun ging es auf den Heimweg.

Ein Zug fuhr in Richtung ihrer Heimat. Mit letzter Kraft krabbelte er mit ihrer Hilfe hinein.

Sie fuhren eine ganze Strecke. Auf einmal gab es Fliegeralarm und alle mußten so schnell wie möglich aus dem Zug.

Sie legten sich in den naheliegenden Graben und da kamen die Bomber auch schon.

Der Zug wurde zerstört.

Nun war die Frage, wie sie es bis nach Hause schaffen sollten.

 Irgendjemand beobachtete die ganze Situation. Er kam auf die beiden zu und sagte er hätte noch einen alten Handwagen.

Sie ließ ihn im Graben zurück, ging mit dem Mann in das, in der Nähe liegende Dorf und holte den Handwagen.

Sie bekam noch zwei Kissen und eine Decke zur Polsterung mit.

Dann lief sie zu ihm zurück. Sie packte ihn in den Handwagen und ab ging es auf den Heimweg.

Nach etlichen Stunden erreichten sie das Heimatdorf.

Sie waren mit ihren Kräften total am Ende aber sie haben es geschafft.

Die Freude und Dankbarkeit war zu Hause riesen groß!

In den kommenden Tagen wurde er dann richtig medizinisch versorgt.

Er hatte zwar nur noch ein Bein aber er lebte!

Und er machte das Beste aus seinem Leben!

Die zwei blieben bis ins hohe Alter gute Freunde!

Heute sitzen sie im Himmel zusammen auf einer Wolke und denken an alte Zeiten zurück…

 

 

Final whitedevil23

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Hallo liebes Schulterglatze-Team,

Hallo liebe Schulterglatze-Fans,

 

nach einigem hin und her habe ich mich jetzt nun doch entschlossen, einen kleine Anekdote zum Besten zu geben.

Ich könnte etliche erzählen, aber eine ist mir im besonderen Maße im Gedächtnis geblieben und erheitert mich noch heute. Es handelt sich hier um eine wahre Geschichte, die sich wirklich genau so zugetragen hat. Die Namen, Kompaniebezeichnung und Zeitangaben sind selbstverständlich geändert.

Ich selbst war insgesamt etwas über 35 Jahre Soldat und genieße seit einigen Jahren meinen Ruhestand

 

Die Geschichte passierte in den 80er Jahren während eines Aufenthaltes auf dem Truppenübungsplatz Harskamp/NL. Ich  

selbst war damals Oberfeldwebel und Rechnungsführer in einer Ausbildungskompanie, nennen wir sie mal 18./LwAusbRgt 7, im  

Standort Budel/NL.

 

Aber nun zu meiner kleinen Anekdote mit dem Titel

 

 

Ordnung muss sein ...

 

 

Im Jahr 1985 stand zur Freude aller ein Besuch des Truppenübungsplatzes Harskamp auf dem jährlichen Ausbildungskalender. Das war eine willkommene Abwechslung zum täglichen Einerlei und so warteten alle ungeduldig auf den 06. Mai, der Tag an dem es  

losgehen sollte. 

Dann war es endlich soweit. Die 18. Kompanie war abmarschbereit und es ging nach Harskamp.

Ich hatte die ehrenvolle Aufgabe, einen der LKW's, einen Mercedes 1017, nach Harskamp zu verbringen ... na ja ...  auch Rechnungsführer kann man hier und da für andere Dinge gebrauchen :-).

Dort angekommen, ging man schnell wieder in den Routinemodus. Das Material wurde abgeladen, die Unterkünfte bezogen und  

schon bald ging es ins vorbereitete Übungsgeschehen. Ein Teil des Stammpersonals war inklusive meiner Wenigkeit in einem riesigen Raum untergebracht, in dem jeweils auf  beiden Seiten 10 Einzelbetten aufgebaut waren. In der Mitte dazwischen waren mehrere Tische mit einer entsprechenden Anzahl von Stühlen zusammengestellt.

Der Tag war lang und anstrengend, auch für die Ausbilder und das wurde selbstverständlich im Rahmen eines  

"Feierabendbieres" gebührend berücksichtigt.

Für den zweiten Tag war abends eine fette Party mit allem Zipp und Zapp angesetzt. Und wahrhaftig ... die hatte es in sich ... what a 

hell of a party ... Einzelheiten möchte ich mir an dieser Stelle verkneifen, da ich hier niemanden nachträglich auf den Plan rufen will. Nur  soviel sei gesagt, dass nach heutigen Kriterien seinerzeit vermutlich ca. 90% des Stammpersonals vor dem Truppendienstrichter  gestanden hätten ... mindestens :-).

So gegen Mitternacht war dann der Pegel bei den meisten Kameraden so hoch, dass die Waagerechte dringend geboten war und so sollte es dann auch sein. Gegen 01:00 Uhr waren alle in ihren Betten. Ich gehörte und gehöre auch noch heute zu einer für damalige Verhältnisse ungewöhnlichen Spezies, nämlich zu denen, die so gut wie nie Alkohol tranken bzw. trinken, was dazu führte, dass ich der einzige war,  der vollkommen nüchtern ins Bett ging ... gut so, sonst hätte ich die folgenden Geschehnisse wohl nie mitbekommen.

Ich wurde irgendwann in der Nacht durch Geräusche geweckt und schaute kurz auf die Uhr. Es war kurz vor 03:00 Uhr. 

Ich sah, wie der Zugführer des 2. Zuges, HptFw Hasselmann, "versuchte", sein Bett zu verlassen. Schließlich schaffte er es, wenn  

auch mit erheblichen Gleichgewichtsstörungen. Mit wankenden Schritten ging er dann in Richtung der Tische,  die in der Mitte standen, hielt für einige Sekunden inne, zog seine Unterhose ein wenig zur Seite und begann in hohem Bogen auf die bereits erwähnten Tische zu pinkeln. 

Es kostete mir in diesem Moment wirklich große Mühe, nicht in schallendes Gelächter auszubrechen.

Inzwischen lief natürlich alles mit lautem Geplätscher, teilweise über die davor stehen Stühle, vom Tisch herunter auf den Boden.

Und der Mann schien wirklich Druck zu haben. Ein gefühlte Ewigkeit dauerte das Verrichten seiner Notdurft. Alle anderen im Raum  

schliefen selig ihren Rausch aus schienen von alledem nichts mitzubekommen.

Nachdem HptFw Hasselmann dann endlich fertig war, sollte meine Verwunderung noch weiter zunehmen. Er schob sein Gemächt  

wieder zurück an den üblichen Ort, drehte sich um und verließ wankenden Schrittes den Schlafraum.

Mir standen die Tränen noch vor lauter Lachen in den Augen, als ich hörte, dass er nach draußen auf die Toilette ging und dort mehrmals die Spülung des Pissoirs betätigte, um dann wieder schnurstracks in sein Bett zurückzukehren. Ordnung muss sein ... man ist ja schließlich kein Schwein und lässt sein Geschäft einfach im Becken zurück. Respekt ... da sage mal einer Hauptfeldwebel können sich nicht benehmen und wissen nicht, was sich gehört ... einige Restzellen im Hirn müssen also noch funktioniert haben.

Nun war es allerdings mit meiner Beherrschung vorbei und musste erstmal eine Weile heftig ablachen, was aber niemand bemerkte. Was Alkohol so aus Menschen macht ...  dachte ich mir.

Am nächsten Morgen entdeckte man natürlich die Schweinerei und keiner der Herren könnte sich so recht einen Reim darauf  

machen, was da wohl passiert sei.

Kameradschaftlich wie ich war, habe ich HptFw Hasselmann unbemerkt zur Seite gezogen und ihm die ganze Geschichte vorsichtig erzählt. Dem war das natürlich superpeinlich und er wäre vermutlich lieber im Erdboden versunken, aber ein gestandener Zugführer nimmt das wie ein Mann. Er ging mit einem Eimer und Lappen bewaffnet zurück in den Schlafraum, erklärte den anwesenden Kameraden seinen Fauxpas und begann unverzüglich damit, seine nächtlichen Hinterlassenschaften zu beseitigen.

Der neue Tag begann für alle jedenfalls sehr unterhaltsam und beim Frühstück hatte man einiges zu erzählen ... nur HptFw  

Hasselmann sollte an diesem Tage auffällig ruhig bleiben.

Nach dem Frühstück ging's zum Schießen und ein weiterer langer Tag sollte beginnen. Dieser Vorfall aber sollte noch viele Jahre erzählt werden und bei den unterschiedlichsten Anlässen für Heiterkeit sorgen. Ich bin mir sicher, dass OStFw a.D. Hasselmann auch heute noch gerne mit Schmunzeln - und vermutlich immer noch peinlich berührt - an diesen Tag zurückdenkt.

 

Ich bin 6-Sternegeneral Schulterglatze - Speed 2 Pattaja-Fan

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Autor: sumpfjaeger

 

 

Der Lange Weg des LUCHSES

 

 

 

    Hundswache am Liegeplatz…die schönste Wache im Hafenbereich der Boote. Vor allem wenn`s eine laue warme Mainacht war! Eine leichte Brise aus Richtung Ostsee glitt über das Deck des Schnellbootes.  Die Flagge am Heck bewegte sich leicht in diesen Windhauch. Die Fender rieben leicht am Rumpf und die anschlagenden Wellen bewegte leicht das Boot.. Der Matrose liebte diese Stunden der Wache. Kein hektischer Lärm erfüllte die Bootsbereiche, kein Diesel brummte vor sich her, kein Kommando schallte durch oder über das Boot. Der MvD (Matrose vom Dienst) hatte gerade seinen Kontrollgang beendet und lehnte sich leicht an das 76. Geschütz. Strich fast liebevoll über die Außenhaut des Turmes und schaute auf die in beträchtlicher Ferne zu sehenden Hafenlichter von Rostock. Der Leitende und der HvD (Heizer vom Dienst) waren unter Deck, wahrscheinlich auf der Brücke, im Motorraum oder in der Zentrale. Er würde später zu Ihnen herunter gehen, noch genoss er die laue Nacht...

    Die Zeit verging fast wie im Fluge. Der Matrose beendete seinen Kontrollgang öffnete das Schott und machte sich auf in Richtung Kombüse. Der Plan war, noch schnell zwei Äpfel und eine Selters zu holen, als Hundswachendröster und danach auf der Brücke im Sessel des Kaleu es sich gemütlich zu machen. Er war gerade auf dem Weg zur Brücke als sein Handy leicht anläutete. Der Matrose nahm es aus der Seitentasche seiner Deckshose und schaute auf Display.

„SCHNADDING-Franz“, konnte er lesen, sein Decksbootsmann klingelte ihn gerade an. Daniel klappte sein Handy auf und führte es an sein rechtes Ohr, während er mit der linken Hand das Schott zur Brücke öffnete.

„Waas geht aaab…Chef?“, hauchte er übermütig ins Telefon und wartete auf die Gegenreaktion.

„Wie sieht`s aus…!“ war die einzige Frage am anderen Ende.

„Alles palletti…Schramm und Fichte sind in der Zentrale, hier auf der Brücke ist Keiner. Draußen ist Aaalles …in Ordnung, nur vom Tender sind ab und zu leichte Geräusche zu vernehmen…?

„Die hatten Bordfest heute, da werden sich wohl einige noch Erleichtern gehen…!“, ein leichtes Lachen bekleidete die letzten Worte des Bootsmannes

„Was machst du noch…Friiiischling?

„Mein Pa hat mir da alte Aufzeichnungen von meinen lange verstorbenen Opa mitgegeben, die werde ich mir mal anschauen…! Sind noch Sachen vom II.Weltkrieg oder so, na jaaa…habe zugesagt die Sache mir mal anzusehen. Mein Paaa und seine Familiengeschichte …ist schon tausend Jahre her…!?“

„Herr Hauptgefreiter Heinig…sowas solltest du durchaus ernst nehmen…, solche Aufzeichnungen zeigen einen oftmals nicht nur die Geschichte der damaligen Zeit, sondern auch dein jetzt, warum Duuu…so geworden bist, warum Duuu…so ein wiiilder Kerl bist! Mein Opa hat mir noch Geschichten erzählt, die waren immer spannend und wild…da konnte ich Stunden lang zuhören!“

„Naa juud…schaue mir die Seiten mal an, warum nich...habe doch jetzt zwei Stunden Zeit. Wir hören uns…!“ damit beendete er das Gespräch und der Matrose machte es sich im Sessel des Kaleu gemütlich. Bevor er in seinen Taschen nach den Aufzeichnungen suchte führte Daniel instinktiv ein Kontrollblick  aus den Fenstern aufs Vordeck und darüber hinaus. Er wusste das unmittelbar vor ihm an der Pier das Schwesterschiffe „Gepard“ und vor dem Boot noch der riesige Schatten des Tenders „Werra“ lag. Der ihm zu seinen Leitwesen die Sicht auf die Fahrrinne nahm und somit ein wenig die Abwechslung versaute. Den alten Blättern hatte dieses rumtragen auch nicht besonders gut getan. Zum Glück waren die Seiten Nummeriert, mit etwas Mühe sortierte Daniel kurz die Aufzeichnungen und glättete sie mit der flachen Hand vorsichtig, bevor er zu lesen begann…

 

    10.Mai 1945

    …die Ein Tag, zum Bäume ausreißen…!

Die Sonne schien bereits seit den frühen Morgenstunden ohne eine Spur kleinster Kumuluswölkchen. Eine Reihe Polargänse flog von Norden her kommend, über die sumpfige Flusslandschaft auf der Suche nach einem geeigneten Futterplatz. Sie zogen unbehelligt von dannen, auch wenn einige schiesswütige Augenpaare ihre Flugbahn genau verfolgten. Aber zu ihren Glück hatten diese Augen, augenscheinlich andere Ziele im …Visier.

Vor nicht ganz einer Minute war unser letzte Feuerschlag über den diesseitigen Uferstreifen hernieder gegangen.

Es war gerade erst 11.25 Uhr - ...Vormittags!!!

      „Noch eine Stunde und dann ist endlich auch der Krieg für uns vorbei…?“, stellte er mit geteilter Spannung fest.

     „In einer Stunde kann noch viel geschähen...!“

Feldwebel Artur, Karl Heinig befindet sich im Kurlandkessel, im tiefsten Russland. Seit einen Jahr ist die gesamte Heeresgruppe komplett Eingekesselt. Die Versorgung erfolgte nur noch  über die Ostsee und sporadisch. Seit Tagen hielten sich die Gerüchte konstant, …dass seit zwei Tagen der Krieg in Deutschland und in ganz Europa beendet sein soll. Unsere …Beendigung jeglicher Kampfhandlung zwischen unserer Heeresgruppe 21 und der russischen Seite (Marschall Bagramjan - des alten Bekannten aus den Sommerschlachten vor Moskau `42) soll genau um …12.00 Uhr erfolgen..., so Gott will und ich es noch erlebe…!?

Ich konnte mir gar nicht vorstellen…wie das Ende von vier Jahre Kampf, Blut und Toten…aussehen könnte…? 

   „Wird das nun heute eine Niederlage werden - oder …eine Befreiung für Alle, im Kessel befindlichen Kameraden, Vertriebene, Verwundeten und Überlebenden…?“, war nicht nur meine berechtigte Sorge. Viele der hinter mir noch liegenden Kampfgefährten, hatten die gleichen Ängste, die gleichen Hoffnungen und das gleiche Heimweh. Viele Nächte hatten sie am Lagerfeuer über ein mögliches Kriegsende diskutiert. Über eine mögliche Gefangenschaft und den darauf folgenden Heimweg. Ich machte mir keinerlei Illusionen über die Zukunft in Gefangenschaft, mancher hoffte schon zu Weihnachten zu Hause zu sein. Manche verrannten sich dabei schon in wildesten Fantasien.

    Seit unseren glorreichen Einmarsch, hätte ich Tausende Tode sterben können. Er hatte oftmals nur unter Missachtung aller gegebenen Befehle, sich und seine Kameraden vor Schlimmeren bewahren können. Bei solchen Aktionen kam ich dann mehr unfreiwillig, als gewollt zu meinen Nahkampfspangen, Verwundetenabzeichen, zum EK2 und EK1. Die Orden hatten mir nie was bedeutet, die Kameradschaft in Bunker und das Blut, dass sie Alle verband war ihm immer wichtiger gewesen. Den Rest konnte man getrost …vergessen.

    Mir klingelten die Einschläge noch in den Ohren, welche fast unmittelbar vor mir nieder gegangen waren. Vor Rauch und Dreck konnte ich keine fünf Meter weit sehen. Ich nahm den arg zerfledderten Stahlhelm wieder ab und legte fast liebevoll die schussbereite MPi beiseite. Danach zog ich das Feldtelefon näher heran und legte den Hörer des Telefons, der bei den Erschütterungen runter gefallen war auf die Gabel zurück.  Mit der rechten Hand säuberte ich darauf hin, den von Erdklumpen und Wurzelstücken dicht bestreuten Kampfanzug. Der feine Dreck war bis in die Stiefel gerutscht. Danach rückte ich das Scherenfernrohr wieder zurecht, welches in der letzten viertel Stunde mehrmals hin und her gesprungen war, so dicht lagen die letzten von ihm selber eingewiesenen Einschlagskoordinaten.        

    Im gleichen Augenblick schnurrte sein Feldtelefon, die einzige Verbindung noch nach hinten. Ein Glück das er zwischen den Klingelstock ein Stück alten Lappen geklemmt hatte. Jeder Russe in einer Entfernung von fünfzig Metern hätte sonst das Rasseln hören können. Normaler Weise klingeln die von hinten nicht an, aber heute schienen „Alle“ von allen guten Geistern verlassen zu sein. Er nahm den Hörer ab.

      „Hallo, Luchs melden! Hallo Luchs, verdammt noch mal, melden Sie sich!“, ein schrille Stimme war zu vernehmen. Aus der aufgebrachten Stimme konnte ich entnehmen, dass der ALTE persönlich am anderen Ende der Leitung saß.

- Major Kretschmar, ein Mecklenburger ehemaliger Reserveoffizier, 39 Jahre, der sich nach Kriegsausbruch zum wahren Karriereheini entwickelt hatte mit dem tödlichen Hang, seine Untergebenen unmotiviert zu verheizen.  Denn nur durch diesen wahnsinnigen Major hatte wir es zu verdanken, dass wir heute noch in diesen verdammten Kessel festsaßen. Das gesamte 331. war im Oktober '43 in die Normandie verlegt wurden. Nur unsere Ari nicht, die musste zur 87. ID. Bevor ich ihm Antwortete, klopfte ich ganz leicht mit dem Hörer an den Baumstumpf, um eine Störung anzudeuten.  

      „Luchs, melden Sie sich, hier spricht Falke!“ dröhnte es ohne Unterlass aus der Leitung.

      „Hier Luuuuchs, …schlechte Verbiiiindung…Faaaaalke…bitte sprechen!“, ich zog bewusst das Gespräch in die Länge, umso wilder wurde der Alte.

      „Luchs, wir benötigen sofortigen Situationsbericht?“

      „Einen Mooooment…bitte, Falke. Ich muuuuss erst das Scheeeerenfernrohr wieder eiiiiinsatzbereit…maaaachen“, log ich dem Alten an und legte den Hörer erst einmal in den Dreck vor mir. Sollte der KC doch selber den Kopf aus seinen Bunker stecken. Ich musste nicht rausschauen, um den möglichen Ablauf vor mir zu sehen, oder zu ahnen. Dergleichen hatte ich schon hundert Mal erlebt, seit der Arie-Beobachter Ausbildung. Ich kannte genau die Abläufe nach einen zusammen gebrochenen Angriff. Schlecht koordinierte Angriffe…hatte immer das gleiche Ende…! Viel zu viel Tote, Verstümmelte und Verwundete, welche nun noch versuchten ihr bescheidenes  Leben zu retten. Ein kurzer Blick nach Draußen bestätigten meine Erfahrung. Einige verwundete russische Soldaten versuchten mit letzter Kraft den rettenden Waldrand zu erreichen, andere versuchten sogar noch das Flussufer zu erreichen. Sicherlich ohne Erfolg…die Kraft verlassend gingen sie wortlos unter…

       „Die armen Schweine, sooo…kann man auch eine Gardedivision feeeein säuberlich opfern“, dachte ich angewidert bei diesem elenden Anblick... Die müssen da drüben gleichfalls ganz große Arschlöcher als Generale haben…

 Ich hätte doch zu gerne gewusst, welcher hirnrissiger General sich da drüben heute noch den  „Helden der Sowjetunion“ verdienen wollte. Alles zum Ruhme Stalins - indem er vielleicht melden konnte: “Wir habe die Deutschen Faschisten glanzvoll besiegt!” Von den …Armen, um ihr Leben kriechenden Nachbarn brauchte der Alte nichts zu wissen, sollen die doch in aller Ruhe den Waldrand erreichen.

Für die heute Überlebenden, als auch die Toten wird der Krieg auf alle Fälle zu Ende gehen.

      „Hier Luchs, zur augenblicklichen Lage vor -B-Punkt F-... Der russische Angriff ist abgeschlagen!...Unsere Flussseite ist - Feindfrei!...Der Rest, liegt für immer auf unserer Flussseite“, kam seine militärische knappe Antwort. Aus meiner jahrelangen Erfahrung wusste ich - verstummte das langgezogene „Hurräää“, dann war kein Nachbar mehr in der Lage, meine Eingeweihten fein säuberlich mit dem Bajonett durcheinander zu rühren

      „Feldwebel Heinig, beim nächsten Mal sofort Meldung und bei Veränderungen der Lage geben sie sofort wieder Meldung!,…Falke Ende!“ Damit endete das aufschlussreiche Gespräch.

Von einer bequemen Beobachtungsstellung konnte sowieso nicht die Rede sein. Hundert Meter bis zum Wasser, vierhundert bis zum Wald und Zweihundertfünfzig Meter bis zur ersten eigenen Grabenlinie.

      „Denen schien doch ganz schön der Arsch auf Grundeis zu gehen“, sagte ich mir leise und musste unwillkürlich lächeln. Mein rechtes Bein schmerzte in alter Gewohnheit. Es war nicht nur eine Wetterfühligkeit darin, es war auch oftmals ein sicheres Zeichen, dass es gleich weiter gehen wird.

     Bis zum nächsten Angriff hatte ich sicherlich noch ein paar Sekunden Zeit und konnte kurz die erste Meldung heute Früh, nochmal in Gedanken rufen. Meine fast letzten Freunde waren  in der letzten Nacht bei einen unvorbereiteten Artillerie -und Raketenangriff der Russen, noch gefallen.

     Meine besten Freunde, Uffz. Pitzler Hans-Joachim "Hansi", ein Jung aus dem Ruhrpott bei Dortmund, ein schlanker, selbstbewusster Kohlehauer, der schon im zarten Alter von 13. unter Tage gearbeitet hatte und wie ein Kind von den russischen Wäldern und Weiten schwärmen konnte. Und dem Obermeister Koch Alwin "Stinky" unseren Spieß, einen Österreicher aus der Nähe von Innsbruck, einen kleinen untersetzten Bader. Dem sein Gott die Gabe geschenkt hatte, ein Paar übelst riechende Füße zu besitzen. Er wusch leider trotz massiver Proteste seine Strümpfe, nur zu Weihnachten.

     Beide kannte ich seit dem Einmarsch im Januar '42. Besonders traurig war, dass beide noch zu den alten Hasen gehörten, und von denen gab es zur Zeit wirklich nicht mehr viele in den Stammrollen des Heeres. Mit Ihnen sollte es auch die gesamte Besatzung der 5.Geschützes erwischt haben. Ein verfluchter –Volltreffer - ...scheiß Katjuscha`s. Die Iwans hatten die ganze Nacht die Marder- und Bärenstellungen des Armeekorps mit ihren Raketenwerfern heimgesucht. Dies teilte mir jedenfalls Hauptmann Lose beim ersten Kontrolltelefonat heut früh mit. Und beim ihm bin ich mir sicher, dass er den Verlust genauso bedauerte.

     Hauptmann Lose, Ottmar "Otto", mein unmittelbarer Batteriechef,  40 Jahre aus Pommern, 3.Sohn eines adligen Großgrundbesitzers, der durch seine Nickelbrille immer wie mein alter Schullehrer aussah und der durch seine Art mit den Landsern umzugehen, bei allen Geschützbesatzungen der Division beliebt war. Ein Berufsoffizier ohne Drang zum Heldentum, dem durch das fehlende Erbkapital nur der Weg zum Militär geblieben war. Ihm nach dem heutigen Tage vielleicht nie mehr wieder zu sehen, tat mir innerlich sehr weh.

     Es rieselt schon wieder von oben.

      „Verdammt“, kam leise über meine Lippen,

Der Beobachtungspunkt, war sicherlich der ausgefallenste und verrückteste der gesamten Verteidigungslinie ? Eine vielleicht hundert Jahre alte Fichte. Ich wusste nicht wann und wie, aber sie war zwei Meter über den Boden durch einen Granatvolltreffer von ihren oberen Teil abgetrennt wurden. Teile dieser Krone lag ungefähr zehn Meter halbrechts in eigener Linie. Der Rest lag in Richtung Fluss. Die halb heraus gerissene Wurzel ergab einen natürlichen Blickschutz.

 Unter dieser Wurzel richtete ich mir den neuen B-Punkt ein. Näher konnte man den Nachbarn nicht sein. Kein Beobachter des gesamten Heeres hatte seine Punkt soweit vorgelegt. Ich entnahm meinen Munitionsbeutel zwei Trommeln für seine russische Beute-MPi und legte sie griffbereit neben das Scherenfernrohr.

   ... Ich schaute erneut auf meine Uhr: 11.30 Uhr!

Der Krieg -  hatte Artur zu einen Soldaten geformt, der mit angeborenen Mut, List und Selbstvertrauen diesen Krieg überleben könnte. Und der sich dabei nicht nur einmal auf seinen in vier Kriegsjahren gewachsenen „Sechsten Sinn“ verließ. Wie Hauptmann Lose immer so treffend zu sagen pflegte: „Kamerad Heinig,…zu klein, zu schmächtig, zu viiiel Mitleid,…aber listig, ausdauernd und gefährlich“, eben ein echter... „LUCHS“.

    Der Rauch hatte sich allmählich vor seinen B-Punkt verzogen und ich konnte ungehindert nach draußen schauen. Was ich sah, lies mich innerlich erschauern. Hunderte von Toten, Verstümmelte oder Schwerverletzten lagen vor mir auf der deutschen Flussuferseite.

Vor fünfzehn Minuten hatten Sie sich noch todesmutig in den flachen Fluss geworfen, sind zu Teil rüber geschwommen oder gewatet und waren todesverachtend auf unsere Linien zu gerannt. Wie ein Orkan durchwühlten die Granaten die anstürmenden Reihen des Nachbarn und zerfetzten  die blutjungen Leiber. Ob Alt oder Jung, der Tod machte wieder mal keine Unterschiede. Er nahm sie so wie sie kamen und würde sie wohl nie mehr frei lassen.

   Knapp drei Meter vor mir, lag so ein blutjunger toter russischer Offizier. Ein Leutnant, wie ich an dessen fast noch neuen glänzenden Schulterstücken unschwer erkannte. Das Gesicht des Offiziers lag in meiner Richtung und zeigte noch ausgesprochene jugendliche Züge. Die Augen leuchteten hellblau und der blonde kurze Haarschopf glitzerte in der Mittagssonne. Seine Kopfbedeckung konnte ich in unmittelbarer Nähe nicht enddecken. In seinen vor Erstaunen weit aufgerissenen wunderschönen Augen glitzerte noch eine…letzte Träne. Dem Mund entrann ein dünner Blutstrom und seine weisen schönen Zähne leuchteten noch im Sonnenschein. Die vereinzelnde Träne wurde gestoppt durch den Explosionsstaub auf seiner Wange. Durch das verstaubte Gesicht blieb diese Tränenweg noch lange sichtbar und ich musste noch des Öfteren darauf sehen.

     Es wäre sicherlich doch ganz schön Enge geworden, wenn Beide sich dann unter den Wurzeln getroffen hätten. Ich war ganz froh, dass mir das Schicksal diese Begegnung erspart hatte. Ohne Kampf hätte ich den Baumstumpf auf keinen Fall verlassen. Dieser blonde Junge war verflucht weit gekommen, um hier von einer Granate zerrissen zu werden. Die Blutlage unter dem Jungen weitete sich unterdessen immer weiter aus. Auch von seinem rechten Bein, von dem nur noch ein verdrehter Stummel übrig war, entrann unaufhörlich in pulsierenden Intervallen Blut. Auf der anderen Seite des Flusses beim Nachbarn begann auf einmal ein Kuckuck mit seinen Rufen.

     “Der muss die tückische Ruhe aber leichtsinnig einschätzen“, ging mir bei so viel Frechheit durch den Sinn.

      “Hoffentlich werden dem nicht noch die schönen buschigen Schwanzfedern geröstet!“

Ich sah unwillkürlich wiederum auf meine Beuteuhr. Ein Stück Kriegsgeschichte, welches eng mit seinen Steckschuss im linken Bein zu tun hatte. Auch ein Andenken des Sommers ‘42, allerdings von einer hübschen Partisanin, mit der ich ein tragisches Tauschgeschäft getätigt hatte. Hauptmann Lose hätte gesagt: 

   “Ein Tausch, zwischen Leben oder Tod, ...zum Erreichen eines trügerischen Gleichstandes!” Ich bekam die Uhr, sie bekam meine erbeutete Taschen-Beretta M1934. Ein Geschenk mehr für Damen, oder für Zimmergefechte. Die Handlichkeit war hier nur endscheitend, man konnte sie überall verstecken. Und ich hatte noch was gut zu machen, hatte ich nicht doch ihren Verlobten im Eifer des nächtlichen Gefechtes mit einer wohlgezielten Handgranate zerlegt und sie mit einer Splitterwunde erwischt. Ich war in dem Augenblick aber auch sowas von Sauer, als sie mein Meldepferd unter mir abschossen.

 Die Zeit wollte einfach nicht vergehen und ich sollte in meinen Befürchtungen Recht behalten. Fünfzehn Minuten vor 12.00 Uhr versuchten die Russen ein viertes Mal unsere Stellungen zu überrennen. Es kostete, was mir wirklich nahe ging, dem Nachbarn noch einige hundert oder tausend Familienväter. Und erhöhte die Leichen auf seiner Flussseite um ein vielfaches und hätte beinahe auch mir noch das Leben gekostet. Wenn mich nicht meine zwei Kameraden, Markus Darny ( ein echter Puzstajunge ) und Anton Niederberger ( ein Bauernjunger aus der Steiermark ) aus den völlig zertrümmerten Baumresten heraus gegraben hätten, dann hätte ich dies nicht niederschreiben können…Dank den Beiden für Alle Zeiten…

 

    Daniel drehte die letzte Seite um, wollte schauen, ob die Geschichte noch weiter ging. Und wahr ein wenig Enttäuscht, dass sie hier Endete. Er nahm sich vor, beim nächsten Urlaub seinen Pa zu fragen, ob es noch mehr Aufzeichnungen vom Opa gab. Er hatte Blut gelegt und der Deckbootsmann hatte doch wieder Mal Recht behalten…Daniel schmunzelte. Er stand auf, verstaute sorgsam die Blätter und suchte die Anderen…

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Gast

Benutzername: Nordmann

Spielwelt : Us-Army

 

Hallo zusammen,

 

Meine Geschichte handelt von einem Samurai namens [******]

Ein wahrhaft großer Krieger der von Schlacht zu Schlacht zog und schon viele Kämpfe für seinen Herren gewonnen hat.

Aber es kam der Tag, an dem eine Schlacht verloren ging.

 

Gedemütigt kehrte er nach Hause zurück wo seine Frau und die beiden Kindern schon sehnsüchtig auf ihn warteten.

Es war nicht einfach für sie zu sehen wie ihr Mann immer und immer wieder sein Leben riskierte und sie bat darum das er sein Schwert niederlegen möge, um bei der Familie zu sein...

 

Aber er schenkte ihr kein Gehör..

 

Voller Zorn und vom Ehrgeiz gepackt, begann er neue Waffen zu schmieden.

Es musste alles besser und wirkungsvoller werden als je zuvor.. .Er schreckte selbst vor dem Vermögen nicht zurück um das zu verwirklichen was er sich in den Kopf gesetzt hat..Denn diese Schmach wett zu machen, hatte für ihn oberste Priorität.

 

Es gingen viele Monate ins Land, bis es eines Tages soweit war und er wieder einmal in die Schlacht zog....

Der Sieg war überwältigend und voller Stolz kehrte er nach Haus zurück....

 

Zu seiner Überraschung musste er feststellen das es leer war...Seine Frau und die beiden Kinder waren nicht länger da...Und er fing an zu begreifen, das er bei all seinem Streben den grössten Feind den er hatte, noch nicht besiegt hat..... sich selbst..

 

Ende

 

 

Diese Geschichte (umschreibt) beschreibt mich und dem was mir passiert ist ...Zu dem wo und wie möcht ich mich hier nicht äussern. deshalb hab ich es in der Rolle eines Samurai geschrieben...

 

Durch falschen Ehrgeiz und nicht richtig gesetzte Prioritäten kann man sehr schnell das verlieren was das wichtigste ist....seine Familie

 

MkG

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Ein winterlicher Morgen, die Kaserne liegt im Nebel...und 5 Soldaten sitzen gemütlich im Dienst beim Frühstück zusammen.

In ihrem "Arbeitsraum" herrscht zur Zeit grosses Chaos, Techniker haben einen grossen Kabelkanal im Boden geöffnet und verlegen fleissig Kabel und Leitungen durch das Gebäude.

Und die davon unbetroffenen 5 Soldaten sitzen mittendrin an ihrem Tisch und frühstücken in aller Ruhe, noch!

Ein Hauptfeldwebel der Techniker ruft durch den Kabelkanal zu seinem Stuffz in den Nebenraum: "  Mike, zieh`a moal" (Kabel ist gemeint), daraufhin der Stuffz zurück: "Zu dir oder zu mir?"(ernstgemeint!!!)

Fassungsloser Kommentar des Hauptfeldwebels: " Miiiike!"  Mehr nicht, betretenes Schweigen im Raum....Stille..aber nur ganz kurz:

dann springen die 5 Soldaten brüllend, hustend auf, verlassen schreiend und lachend den Raum, erst nach vielen Minuten findet man sich wieder ein, mit guter Farbe im Gesicht und einer Geschichte im Kopf, die man ein Leben lang im Kopf behält!

Dieses Erlebnis ist zu 100% so passiert, Namen wurden geändert.Der Hauptfeldwebel ist mittlerweile Stabsfeldwebel, der Stuffz hat die Bundeswehr verlassen und ist mittlerweile zivil als Techniker beschäftigt, mit Meistertitel!

 

Lotzenguard-Final

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Tagesablauf eines Kompaniefeldwebels

 

Gestatten?

Tomate!

Stabsfeldwebel Tomate um genau zu sein.

Als alter „Zwölfender“ verbringe ich einen Großteil meiner Zeit (wie kann es auch anders sein)
im wichtigsten Bereich meiner Kompanie, nämlich der Schreibstube.

Bei mir laufen sämtliche Einzelmeldungen der Kompanie und von meinem äußerst effizienten
Nachrichtendienst...

(Böse Zungen behaupten es wäre nur der Adju vom Bataillonskommandeur, der dessen Dackel Gassi führt, den ich regelmässig abfangen, besoffen machen und aushorchen würde. Alles glatte Lüge!!)

... ein, die ich dann ich verkürzter Form als Lage- und Situationsbericht einmal wöchentlich an unsere Truppe weitergebe.

 

Anmerkung:

 

Wenn ich schreibe "unsere Truppe" ist damit die "Fünfte" Kompanie des Panzergrenadierbataillons 82,

kurz  5PzGrenBtl82 in der WBK1 gemeint.

 

Truppenintern wird mein Bericht "Das Wort zum Sonntag" genannt und erscheint dort real einmal die Woche.

 



Der Lage- und Situationsbericht:


Materialzuteilung Lazarettbereich:

Unsere Sanitäter bekamen...

(keine Ahnung warum, die knallen sich doch den ganzen Tag ihren med. Alkohol oder Schlimmeres in die Birne *grummel*. Ich bekomme jedenfalls immer nur diese bunten Pillen von denen und muss mich danach mit nem ganzen Zoo von lila Elefanten auseinandersetzen.) 

...eine Material-Zuteilung zur Erweiterung ihres Lagers.


Materialzuteilung Kirchenbereich:

Gleiches passierte bei der "Ihr da hinten geht vom Rasen runter"-Fraktion, welche man höflich ausgedrückt Kirche nennt. (Hartnäckige Gerüchte behaupten allerdings immer wieder das diese Maßnahme der Winterbevorratung von Messwein und ähnlichem diene)


Neuzugänge:

Ein neues Opfer...ääh Freiwilliger ist ins Wehrstammblatt eingetragen worden...

(Ich habe keine Ahnung wie er den Weg zu uns gefunden hat, ich finde ihn ja selbst häufig genug nicht^^)

seines Zeichens ein 8 Sterne General mit einer TA von 346 und leidet, nach dem was hier steht, entweder unter zuviel Freizeit

oder er ist ein durchgeknallter Psychopath wie die meisten von uns. Das wird die Zeit erweisen.

Ich glaube allerdings das er ein Aktivposten ist, der einfach das Pech hatte in einer wegsterbenden Truppe zu sein.


Sonstiges:

Die Jungs im Santitätsbereich haben seit Montag ihre LSD-Versuchstage für ein Sprühangriffskonzept bei Demonstrationen und sollen angeblich noch an der Optimaldosierung arbeiten...ehe ich es vergesse das zu erwähnen.

Das hat mir der rosa Elefant erzählt, der an der Kreuzung als Anhalter mitgenommen werden wollte. Der wird sich kaum geirrt haben...ääh, glaube ich wenigstens. Elefanten haben doch angeblich so ein Supergedächtnis)



Ende des Lage- und Situationsberichts

 

 

Ihr fragt euch sicherlich was ein Zwölfender wie ich so macht wenn er mal nicht seine Schreibkraft runterputzen kann,

er keinen Kaffee mehr hat und stattdessen eilig mit grimmigem Gesichtsausdruck an euch vorbeirauscht.

 

Die Antwort darauf ist einfach.

 

Er kontrolliert in der Kaserne ob es etwas gibt was ihm bisher für seinen wöchentlichen Lagebericht entgangen ist und natürlich ob auch alle seine Ordnung hat. Nichts hasst ein altgedienter Stabsfeldwebel mehr als Unordnung.


Neues vom Kasernenhof:

Bei der wöchentlichen Besichtigung der Baustelle unserer Aufklärer sah ich einen außen an der Baracke angebrachten Hauptschalter mit einem Schild auf dem das Wort "defekt" stand versehen.

Da ich generell nicht alles glaube was so geschrieben steht habe ich den natürlich erst einmal ausprobiert.
Und siehste wohl...nichts kaputt. Unter der Tür konnte ich sogar blaue Stroboskopblitze durchleuchten sehen.

Klar das ich dann da rein bin und ihr glaubt nicht was ich  gesehen habe.

Zwei Soldaten, offensichtlich voll unter Drogeneinfluß. Unglaublich!

 

Der eine so tief unter so einer Art Mischpult liegend... 

(dem Blitzen und Funken nach war es ein Pult für Diskobeleuchtung oder so etwas in der Art)

...das  nur noch seine Stiefel heraussahen.

 

Anhand des aufsteigenden Qualms auf der anderen Seite des Pults, ungefähr dort wo sein Kopf sein müsste,

war für mich natürlich sofort klar, das der schwer am Kiffen war.

Ich hab ihn mit meinem Stiefel angestoßen der zuckte noch nicht mal, offensichtlich völlig breit der Kerl.
Das Zeug was der geraucht haben muss war offensichtlich so eine von diesen neuen synthetischen Drogen.

Das roch so wie ich mir den Geruch von verschortem Plastik vorstelle...einfach widerlich.

 

Also wirklich, wie kann man sich so etwas bloß reinziehen?

Der zweite Aufklärer war auch nicht besser, der trug seine Haare mit nem Afrolook (hatte aber blonde Haare), glotzte mich mit weit aufgerissenen Augen dämlich an und zitterte so ein bisschen rum, während er so ein blankes Kupferkabel in der Hand hielt.

Auch wieder typisch. Als Kiffer scheint der sich einzubilden er könnte den Robot-Tanz tanzen.

Aber da gehört mehr zu als nur so ein bisschen rumzuzittern. Lusche!

Als ich ihn angebrüllt habe muss es dem promt die Sprache verschlagen haben,
es kam nämlich keine Antwort.

Klar das ich so etwas nicht auf mir sitzen lasse. Ich bin nach draussen und habe ihnen erst mal aus Strafe den Strom wieder abgestellt. Sollen sie im Dunkeln weiterkiffen.


Danach bin ich logischerweise zum FM-Uffz und hab den erst einmal niedergebrüllt, weil er seine Leute nicht im Griff hat.

Habe ihm dringenst empfohlen sich seine Bande dort drinnen mal anzusehen und ihnen gewaltig die Leviten zu lesen

Dabei hat er wohl etwas übertrieben, denn kurz nachdem er in die Baracke gegangen ist tauchten dort 4 Sanis mit zwei Tragen auf. Ich hab ihn noch nicht mal die Leute anpflaumen hören.

Der scheint körperliche Gewalt angewendet zu haben wenn die Sanis schon mit den Tragen kommen.

Unglaublich.

So kann man als Unteroffizier doch nicht mit seinen Leuten umgehen.

 

Kein Wunder das die Truppe einen so schlechten Ruf hat.


Ende des Rundgangs

 

 

 

Wochenendurlaub

Beim Kompanieantreten zum Wochenendurlaub ist es natürlich immens wichtig, das den jungen Frauen und Männern
möglichst Tipps zur Lebensführung und zum Benehmen mitgegeben werden.
Man will als Soldat schließlich nicht unangenehm auffallen.

(Leider ist es so das der Schreiber dieser Tipps den wirtschaftlichen Sparzwängen zum Opfer fiel und unsere Einheit stattdessen
von extern damit versorgt wird.)

 

Tipp für die kommende Woche:

Und wie immer an dieser Stelle entlässt euch euer Spieß mit dem üblichen und unnützen Tip in die neue Woche:

Es macht keinen Sinn den Türschloßenteiser im Auto zu lassen, falls man nicht zufällig einen Pflasterstein für die Seitenscheibe zur Hand hat.

 

Dieser Tipp wurde gesponsort von "Car-Glas".

...

(Das ist doch mal wieder typisch, so ne blöde Werbung. Für solche Fälle hab ich doch meinen Hammer, wer braucht da einen bekloppten Pflasterstein.)

Mit einem gewünschten guten Wochenstart
und einem frisch gekauften Vorrat an Türschloßenteiser

eure

tomate

 

 

( geschrieben von Tomatenkiller aus WBK1)

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Eine Geschichte von mikel500, speed1!

 

Es war einmal ein kleiner Soldat der ein ganz Großer werden wollte.

Leider machte ihm sein Vorgesetzter ständig Ärger und stellte ihm auch nur Steine in den Weg. Da er aber etwas gegen Arschk.... hatte, schaute er im Internett nach einer anderen Lösung.

Er fand Schulterglatze. Etwas umständlich manchmal, etwas langsam manchmal. Auch hier gab es Vorschriften und Handlungsanweisungen, aber es machte Spaß. Nun konnte er allen anderen zeigen was für ein toller Soldat er ist.

Und wenn er nicht gestorben ist und auch seine Frau/Freundin hin - und wieder mal verwöhnt, wird er in der Rangliste ein ganz Großer.

In diesem Sinne, reingehauen.

Soldat mikel500, speed1

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So war es also, als Schützenhilfe ausschied.

"Zum Glück muss ich nie mehr zu diesem Verein", sagte er in voller Überzeugung.

Das Einzige, was mir vom Bund bleibt, sind ie Geschichten, die er seinen Enkeln erzählen kann, wenn sie ihn fragen, ob früher wirklich jeder hat dienen müssen.

Er denkt sich dann immer, dass es den ganzen verzogenen Weicheiern nicht schaden würde, sich auch einmal in den Dreck zu werfen.

Außerdem noch an Tinitus zu erkranken, wenn dir ein dir Unbekannter am ersten Tag in Ohr brüllt, obwohl du und niemand anderes weis, warum.

Dies wäre ja nicht so schlimm. Nur beim Anblick seines hochroten Kopfes, musst du auch noch zusätzlich lachen. Was die Lage natürlich nicht verbessert und er dich auf seine Liste setzt.

Diese bekommt zwar nie einer zu Gesicht, aber du spürst irgendwie, dass nur ein Name auf der Liste steht.

Leider hast du auch noch die Wahl um das obere Bett verloren, wenn man es überhaupt Bett nennen kann.

Da dein Obermann nicht gerade eine Topmodelfigur hat, sondern eher die XXL Moden präsentieren würde, ist in den ersten Tagen nicht mit schlaf zu rechen.

Zumal du auch noch das Zimmer mit Waldarbeiter teilen musst. Da diese so viel und laut schnarchen, als ob ein ganzes Waldstück in einer Nacht gefällt werden würde.

Dies hat aber auch einen Vorteil. Du bist schon wach, wenn der UvD euch morgens um fünf Uhr aus dem Bett wirft.

Und irgendwie tut dir das andere Ohr nach dem Antreten auch noch weh.

Doch irgendwie überstehst du den Tag alleine daran, das du nur einen Gedanken hat. Irgendwann ist ja Feierabend und du kannst dir dann im Mannheim endlich deine Kehle mit einem kühlen Bier befeuchten.

Naja sind wir ehrlich. Dieser Gedanke beflügelt dich die ganze Grundi.

Nur leider wird die Kehle von Wehrsold zu Wehrsold immer trockener. Aber verdurstet ist noch keiner, wer gute Kammeraden hat.

So wird zwar das Aufstehen am nächsten Morgen schwerer und das Gebrülle tut noch mehr weh, dafür hast du aber endlich mal geschlafen.

Nur irgendwie ist es komisch. Du treibst den ganzen Tag Sport, robbst durch die Wälder, die deine Stubenkammeraden noch nicht abgeholzt haben, und wirst trotzdem dicker.

Muss wohl am Bier und der Natopause liegen.

Wenn du dann endlich den ersten Zentimeter deines Maßbandes abschneiden darfst, denkst du wehmütig zurück. So lange ist es nicht mehr und die Zeit..., schön war und ist sie. Und außerdem kommt ja noch die Ausscheidertour.

Nur von der kann und will Schützenhilfe seinen Enkel nichts erzählen.

 

mrmonk/WBK1

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Kurz vor dem Abitur drückten in einem ländlichen Gymnasium zwei fesche Burschen gemeinsam feixend die Schulbank. Der eine klein und muskulös, der andere mittelgroß und hager. Beide vereinte ein Wunsch: nach dem Abi gehen wir zur Bundeswehr! Der muskelbepackte Kerl war nicht nur ein exzellenter Fußballer, sondern auch ein begeisterter Wintersportler. Schnell hatte er seine Berufung gefunden: er wollte zu den Gebirgsjägern nach Garmisch-Partenkirchen. Gleich zwei ganze Jahre trainierte er emsig als Vorbereitung auf den Wehrdienst, seine Muskeln wuchsen, ebenso die Lunge, ein wahrer Athlet entstand. Zum Glück war er schlau genug, sodass seine immer schlechter werdenden Noten nicht das Abitur gefährdeten. Training für die Armee und die Musterung ging halt vor. Weil seine Heimat am anderen Ende Deutschlands war, machte ihm der Herr hinter dem Schreibtisch beim Kreiswehrersatzamt deutlich, dass er hierfür T1 gemustert werden müsste, weil es der Wunsch vieler junger Männer wäre, in der Edelweiß-Kaserne unterzukommen. Locker erhielt er den T1-Status, wie gesagt, ein Sportler durch und durch. Jetzt hieß es abwarten. Seinem hageren Freund war es egal wo er hinkam, ihm war es wichtig den Soldatenberuf kennenzulernen, Kameradschaft und was sonst so alles toll ist an der Bundeswehr. Irgendwann flatterten die Einberufungsbescheide in die Briefkästen. Der eine sollte in die Nähe des Ruhrgebiets, der andere an die Küste. Küste?? Wieso Küste? Keine Gebirgsjäger, keine Skier, kein Schnee und keine grauen Kappen? Stattdessen normaler Dienst in irgendeiner Kaserne im Norden - ohne maritimen Bezug! Der Hagere riet seinem Freund nochmal beim Kreiswehrersatzamt anzurufen, nicht dass es sich um ein Versehen handele. Fehlanzeige. Kein Versehen, es wären zu viele Bewerber gewesen, man würde auch vorzugsweise Leute aus der Region einziehen für die Zeit nach der Grundausbildung. Was ein Reinfall: eine gute Abiturnote geopfert für einen 08/15-Job. Sollte nicht sein. Sei´s drum, die Bundeswehr und tolle Kameraden warteten!

Schnell wurde unser Sportler in der Grundausbildung einer der Besten seiner Kompanie, die Vorgesetzten wurden auf ihn aufmerksam und versuchten ihn zu überreden, sich für Offizierslehrgänge zu bewerben. Auf einen solchen fähigen Mann könne die Bundeswehr doch nicht verzichten!

Ein paar Monate später war die Grundausbildung vorbei. Der Hagere hatte sich redlich durchgekämpft und war am Ende seiner Kräfte, aber stolz wie Oskar! Während des Wochenendes traf er sich mit seinem alten Schulfreund, der sich nun ernsthaft über die Bundeswehrzukunft Gedanken zu machen schien. Vielleicht könnte er ja dadurch zu den Gebirgsjägern kommen. Eigentlich wollte er Sportmanagement studieren, aber die Bundeswehr reizte ihn für die weitere Laufbahn nun doch. Sein Freund wusste nichts besonderes zu berichten. Der Alltag wurde trister, er bekam keine Angebote von seinen Vorgesetzten. Hätte er mal mehr trainiert zu Schulzeiten, er hätte in der Ausbildung auch hervorstechen können. Immerhin: als Steher schien er geeignet zu sein. Er wurde einem ungewöhnlichen Einsatz zugeordnet: im Kreiswehrersatzamt seiner Garnisonsstadt bahnte sich ein Wechsel in der Führungsetage an. Der ehemalige Leiter des Amtes ging in Ruhestand, seine Nachfolgerin sollte in einer feierlichen Zeremonie das Amt übernehmen. Bei ebendieser Feierlichkeit sollte nun der Hagere an der Tür Spalier stehen. "Haha, was ein überaus interessanter Job" spottete der Sportler als er dies vernahm, trank sein Bierchen aus und ging zum Fußball.

Wenige Tage später fand sich der Hagere in einem größeren Raum wieder. Endlich durfte er mal wieder seine schöne blaue Luftwaffen-Uniform tragen, breitbeinig und wichtig stand er an der Tür. Was waren das für hohe Leute, die hier ein- und ausgingen! Ein regelrechter Krieg der Sterne! Nicht nur silberne, nein, gar goldene konnte man erblicken. Von dem Gefreiten und seinem Kameraden an der Tür nahm niemand Notiz. Naja, ein Strichlein macht da wirklich nichts her. Der Soldat konnte sich das Grinsen nicht verkneifen. Er war nur ein kleines Lichtlein, aber ein strahlendes. Nicht blendend genug, aber vorhanden und nicht erloschen. Er wollte das Kommende genießen.

Es werde sich ziehen, hatte sein Feldwebel ihm gesagt. Es könne langweilig werden, sagte der Oberleutnant, aber er könne stolz sein dabei zu sein. Jau, exakt so war es. Wie unglaublich trocken politische Reden sein können, hatte er schon in der Oberstufe im Deutschunterricht erfahren. Diese Reden toppten aber locker die von Adenauer oder Ulbricht: wie toll doch das Kreiswehrersatzamt mit Bundeswehr und Stadt gearbeitet hat, man hoffe dass sich das fortsetzen würde, was eine tolle Arbeit der Leiter gemacht hätte, warum die Neue auserkoren worden wäre... mindestens zehn Redner, fast ein identisches Manuskript. Schlimmer noch: eine einzige Tonhöhe bei allen, man hätte meinen können, dass ein Reporter der "Aktuellen Kamera" sich mehrmals eine andere Maske übergestülpt hätte. Eine Rede stand nun nur noch auf dem Programm. Endlich! Das ist ja nicht mehr zum Aushalten gewesen! Auf ein bisschen andere Gedanken kam man immerhin zwischendurch durch eine Musikerdarbietung. Klassische Musik, passte so ein bisschen, aber 1000x besser als das monotone Gesülze der Selbstbeweihräucherung. Selbst Mozart kann dann Leben in die Bude bringen.

So, aufgepasst, die letzte Rednerin! Noch einmal die innere Anspannung halten, gleich ist der Spuk vorbei. Umkippen vor Langeweile kann man später, der Job wird erfüllt! Wetten jetzt kommen erstmal Dankesreden? Bingo! Wetten jetzt sagt sie, wer sie ist? Bingo! Aha, die stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt, Bürgermeisterin von irgendeinem Vorort. Klein, gedrungen, Angela Merkel würde gegen sie locker einen Schönheitswettbewerb gewinnen. Wetten auf Erklärung warum sie hier ist? Bingo! In Vertretung für den Oberbürgermeister, der würde sich entschuldigen weil der Terminplan zu voll sei. Kennt man, hat man Verständnis für. Kreiswehrersatzamt ist jetzt nicht so wichtig wie die Einweihung des neuen Giraffenhauses im Zoo. Da ist bestimmt mehr Presse und normale Bevölkerung. Was kommt jetzt? Ach ja natürlich, wie bei den anderen auch: die Lobhudeleien über das tolle Verhältnis von Institution A und Amt B und nicht zu vergessen Organisation C. Jetzt müsste eigentlich noch das Schlusswort kommen mit Lächeln, Blumen und Pressefoto und dann geht's endlich zurück in die Kaserne.

Eine Pause. Kennt man. Kunstpause. Jetzt atmet sie ein. Gleich sagt sie was. Mädchen mach hinne, wollte noch ne Runde laufen gehen! Blick auf den alten Leiter, ein Lächeln huscht über ihr Gesicht. Jetzt endlich, der Mund öffnet sich, die Stimme erklingt: "Ich habe zwei Söhne. Einer wurde vor wenigen Monaten eingezogen, ist nun Gefreiter. Er wollte immer schon zu Bundeswehr."

"Oh wie geil, einer der im gleichen Boot sitzt wie du" schießt es dem Türsteher durch den Kopf.

"Ja, und weil der so unglaublich gerne Ski fährt, wollte der unbedingt zu den Gebirgsjägern nach Garmisch-Partenkirchen!"

"Hehe, dürfte der nicht geschafft haben, genau wie mein Kumpel. Kommst aus der Nähe vom Pott, ist nicht regional, die haben den nicht genommen. Wo isser stattdessen gelandet?"

"Ich bin dem Kreiswehrersatzamt ja so dankbar, das war wirklich ein Beweis wie gut die Zusammenarbeit hier funktioniert. Ein Anruf genügte und jetzt fühlt er sich da pudelwohl. Es sind alle ganz nett zu ihm."

Der Hagere schaukelt bedenklich, sein Gesicht ist leichenblass, sein Kiefer klappt herunter, um ihn herum verschwimmt alles. Wo kommt der ganze Rauch hier auf einmal her? Wasser, gebt ihm Wasser!

So gerade eben bekommt der junge Soldat noch die verdutzte Miene eines Generals mit, der leicht die Augenbraue hebt angesichts der Äußerung der Dame am Rednerpult. Unbeirrt fährt sie fort: "Und ich habe ja noch eine zweiten Sohn. Wenn der mal einen besonderen Wunsch hat wo er zur Bundeswehr hinwill, dann weiß ich ja, wo ich anrufen muss". Die letzten Worte richtete sie an die kommende Leiterin des Amtes. Diese lächelt verlegen. Auf einmal ist alles schwarz. Stille.

Am Abend erreicht einen durchtrainierten Soldaten an der Küste ein Ferngespräch. Man hört nicht viel, der Gesprächspartner klingt matt, er spricht leise. Der Soldat fängt an zu zittern, stammelt ein "Danke" und legt auf.

In einer Kaserne im Norden Deutschlands sitzt der Kompaniechef an seinem Schreibtisch und schlürft seinen Morgenkaffee. Es klopft. Herein kommt sein Mustersoldat, wahrlich ein trainierter Kerl. Ein Goldbursche, er hat ihm schon längst den Offiziersberuf schmackhaft gemacht. Oh, er trägt eine Mappe bei sich. Sind das etwa die Bewerbungsunterlagen? Fein! Er nimmt den Stift um zu unterzeichnen. Der Soldat macht eine zackige Meldung. Ein Prachtkerl! Wenn der nicht Berufssoldat wird, wäre er mit seinem Latein am Ende. Wortlos reicht ihm der Junge die Mappe. "KDV-Antrag" steht dort.

Im Süden Deutschlands putzt kurz vor Dienstschluss ein junger Soldat Schuhe. Er ist einer der letzten. Feierabend hat er jedoch nicht. Sein Feldwebel hat ihm angeordnet, den Fitnessraum aufzusuchen und an der Rudermaschine zu rudern. Er müsse immerhin ein paar Kilos abnehmen, um mit seinen Kameraden wenigstens ein bisschen gleichziehen zu können. Hätte er mal zu Schulzeiten weniger Fastfood gegessen und stattdessen trainiert. Seine Noten waren eh nicht die Besten. Vielleicht wäre er dann T2 geworden und nicht nur T3. Es ist frustrierend zwischen lauter Hochleistungssportlern sich abmühen zu müssen. Die Grundausbildung war die Hölle! Aber dafür hat er ein bisschen Schnee. Und seine Skier. Das was er wollte. Sein Handy klingelt. "Oh hallo Mama! Ja mir geht es gut, es sind alle nett hier zu mir. Und, wie waren deine Tage jetzt so? Oh, du warst gestern im Kreiswehrersatzamt? Erzähl mal!"

Ende

Diese Geschichte und seine Protagonisten sind frei erfunden. Der klitzekleine Funken Wahrheit fällt hoffentlich nicht so sehr auf wie etwaige sprachliche Mängel.

Verfasser: Analbaron

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Es war in Speyer ca. 2008/2009 und ich diente damals als Stabsunteroffizier bei den Feldlager-Betriebs Pionieren.

Da mussten wir einmal, ein 300 Mann Zelt aufbauen für eine Offiziers Veranstaltung.

Als wir dann die Holzböden verlegten bemerkten wir, das in dem alten Böden zahlreiche Bretter defekt waren. Ich habe dann wie befohlen Holz aus der Standort Schreinerei besorgt,  und habe die defekten Dielen gegen neue ausgetauscht. 

Jetzt der kleine hacken.

Natürlich passte der Farbunterschied nicht. Neues holz schön hell, altes Holz braun, grau dunkel. 

Dann kam der Auftrag:  Ich soll wieder zur Standort- Schreinerei gehen und dieses mal nach Farbe fragen. Nur die hatten keine.

Ich machte den Vorschlag, eine im Baumarkt zu besorgen, weil wir hatten ja schließlich noch einen Tag zu Verfügung 

 

So und jetzt bekam ich den Irrsinnigste Befehl denn ich in 8 Jahren BW - Zeit je bekommen habe:

Ich soll aus allen Büros in der Kompanie den Kaffeesatz einsammeln, und dann mit einem Tuch bzw. meine Hände,  auf die ,,hellen" neuen Bretter  verreiben so dass der Farbunterschied der Bretter nicht mehr zu sehen ist.  

Der anstrich hielt nur von kurzer dauer. Es erfolgten weiter keine andere Maßnahmen, weil durch diese die Zeit natürlich weg war.

Das war meine Geschichte.

 

Spielername: manni77

welt: WBK I

bearbeitet von Pololon
Spielernamen/Spielversion zugefügt.

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hallo Kameraden ,

 

hier eine Geschichte, die zum schmunzeln und WAHR ist.......

 

Also, wir schreiben das Jahr 2000 an einem Fliegerhorst in Deutschland...

 

Ich war gerade fertig mit der Grundausbildung und die erste Woche in meiner Stammeinheit,

als ich zum ersten mal zur Wache befohlen und zur Streife eingeteilt wurde .

So weit alles gut. Als ich mich dort einfand, stellte ich fest, dass alles Frischlinge waren außer der OvWa........ LOL

 

Irgendwann war dann die Streifenrunde um 24.00 Uhr fällig. OK, also mein Streifensoldat und ich los, um den Flugplatz zu überprüfen. Es war richtig dunkel.

Dann,  als wir circa die Hälfte der Strecke hatten, hörten wir Laute ?????

Hmm, mal gucken gehen, dachte ich ....also los  .

In der Nähe der Geräusche angekommen, die am Kasernenzaun waren, sahen wir etwas weißes wackeln. ?????? Ich wusste es nicht besser, also machte ich meine Taschenlampe

an und rief etwas laut STOP , STEHEN BLEIBEN  (das war der Fehler).

Ich sah einen Soldaten mit herunter gelassener Hose (einen weißen Hintern), der durch den Maschendrahtzaun mit einem Mädel Liebe hatte. (Wie sich später heraus stellte, war der Soldat frisch verliebt, 19 Jahre alt, gerade in der AGA und musste dieses Wochenende in der Kaserne bleiben.)

Dann geschah es ...... Das Mädel schrie und schrie ....und dann begann der Soldat auch noch zu schreien... WARUM ??????

(Wie sich heraus stellte, hatte sie einen Krampf)

Ich in Panik, funkte die Wache an  und sagte: 2 verdächtige Personen auf dem Gelände..

Die Antwort war: gar nicht...... .........?????????ööööööööööö

Ich weiter: 2 verdächtige Personen die schreien und den Zaun zerstören wollen......

ups ,,,,,,,,kurze Pause .......

innerhalb von gefühlten 2 Sekunden hörten wir das Alarm-Signal der Kaserne.......

Schei...... (jetzt biste hin, dachte ich)

WHAAAAA.. Es ging alles so schnell .........

Es wurde überall  hell, und ich meine ÜBERALL, richtig hell...

 

Wat n jetzt, dachte ich.

Und es kam wie es kommen musste.

Binnen 5 oder 6 min kam die komplette Wache in voller Montur  (Waffen und so ??) (und die beiden waren noch im Zaun.............).

Des weiteren kam die Flugplatz-Feuerwehr, die Feldjäger, die Bereitschaftssoldaten

und alle mit Licht.......

 

 

Also strahlten die 9 bis 11 Fahrzeuge auf diesen weißen Punkt (Hintern).

 

 

Nachdem sich dann alle fragend angeschaut hatten, nahm der Arzt eine Nadel und piekste in das Gesäß des Mädels und alles war leise  .....

Das Mädchen verschwand in Gebüsch.........................................................................

 

 

LOL , und die Moral ?????

Ich brauchte nie wieder Streife laufen, der Soldat musste 2 Tage in den Bau, der Wachhabende wurde nie befördert, der OvWa wurde kein Z 20 oder BS und der Kasernen-chef hat gelacht.......

                 und der Soldat schreibt mir heute noch ..........

 

 

Grüße VIO ,

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Meine Soldaten/Bundeswehrgeschichte:

In den 90er Jahren hatten wir mit unserem Panzerbataillon noch viele Truppenübungsplatz Aufenthalte u. a. auf einem der größten Deutschlands - Bergen/Niedersachsen. Bei einem Übungsschießen unserer damaligen Leopard 1A 5 Panzer, dass schon am frühen Morgen begonnen hatte, tauchte dann gegen 10 Uhr - wie immer - der privat geführte Kantinen/Imbisswagen auf (ein kleiner brauner britischer Transporter). Und wie immer rannten die Soldaten - ich als Sani-Stuffz und mein San-Kamerad (Gefreiter) auch - zum Wagen, um sich mit einem Kaffee, Schnitzelbrötchen, schöner dicke heißer (englischer) Brühwurst, "Literatur" ab 18

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Es war einmal... ein Soldat, der hatte das Glück noch zu DDR Zeiten seine 18 monate absitzen zu dürfen. Er war einer der letzten dIe noch die volle Zeit genießen durften, denn entlassen wurde er im Oktober 1989.Eingezogen wurde er zur Breitschaftspolizei der sogenannten Knüppelgarde :teufel:
Ein "Freund" sagte in der Zeit zu ihm "solltest du mir mal gegenüber stehen bist du der erste der auf die fresse bekommt"
in Der Kaserne war mitten drin ein riesen Exerzierplatz auf den durfte man nur zu Übungen,Appellen und Vergatterung.eine Außnahme bestand, undzwar wenn man stink besoffen aus der kneipe auf der einen Seite des Platzes kam und zu seiner unterkunft auf der anderen Seite wollte, dann durfte man quer drüber :crazy:
Am besten waren für ihn die Arbeitseinsätze bei denen man außerhalb der Kaserne untergebracht war. Kein Wache schieben oder sonstige lästige Dinge fff  und er konnte sich jeden Abend ganz offiziel 2 Flaschen Bier holen. Allerdings blieb es nicht immer bei nur den 2 Flaschen :bier:
Im letzten halben konnte er, auf Grund seiner Stiefelbefreiung, dann an einigen Sachen sowieso nicht teilnehmen. er saß auf der Stube, trank gemütlich seinen Kaffee, rauchte eine :drag: und schaute zu wie die anderen auf dem Exerzierplatz den  Einsatz von Schlagstock und Wasserwerfern übten  :P  :auslach: .

Im stillen dachte er, die armen Schweine wozu das alles, wenn es wirklich drauf ankommt macht doch sowieso keiner mit.
Letztendlich war das alles für die Katz... die Mauer ist gefallen :good:fff

 

Kriewi, version us army bdd

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Name : fjeden     Spielwelt: usarmy

 

Der erste Einsatz im Afghanistan

 

„Feuer, Feuer, Feuer“….rief der HFw durch das Funkgerät. „Beschuss aus 10Uhr! Rauchgranate werfen und abwechselnd in kurzen Feuerstößen in Richtung Feind schießen“.

Ich saß in meinem TpZ, ziemlich am Ende vom Konvoi und bekam überhaupt nichts mit. Was ist denn los fragte mich Thomas. Das waren die einzigen Worte vom ihm. Ansonsten kam nicht mal ein räuspern oder ähnliches von ihm. Ich weiß es selber nicht, sagte ich zu ihm. Zum ersten Mal erlebte ich Thomas sprachlos. Er war sonst immer nur am Reden, aber nicht diesmal. Ich kenne ihn noch nicht lange. Es war unsere erste Tour zusammen.  Auch den Doktor, den wir  hinten im Wagen dabei hatten, kannten wir nicht weiter. Mir gingen tausend Gedanken durch den Kopf. Der Schweiß tropfte mir ins Auge. Der Helm drückte und meine Waffe lag griffbereit an der Seite.  Bedrückende Stille im Fahrzeug. Zwei Minuten nichts. Keine Schüsse, kein Funkspruch nichts. Bis jemand durch den Funk schrie „RPG, RPG auf 3Uhr!“. Kurz drauf gab es einen lauten Knall und ich sagte vor mich hin“ Fuck jetzt ist was passiert“. Nun war richtig Spektakel. Erneut wurden Rauchgranaten geworfen. Ich hörte 2 oder 3 Maschinengewehre, die im sich alle rausfeuerten, was sie an Munition da hatten. „ Durch den Funk schallte es „Dingo mit RBG getroffen“. Da wusste ich, jetzt wird es ernst. Ich wartete nur noch auf den Befehl vom HFw. Er war schließlich unser Konvoi Führer und nur auf seinen Befehl durfte ich aus unserem Fahrzeug raus. Aber es kam kein Befehl. Es passierte wieder nichts, außer das uns irgendjemand mit Steinen bewerfen würde. Zumindest hörte es sich so an. Thomas war auch der Meinung, deshalb sahen wir uns um. Wir sahen durch die Fenster, Spiegel und Kameras, aber nix zu sehen. Woher kamen die Steine? Ringsherum nur Steppe oder alte Ruinen. Die Ruinen waren ungefähr 400m weg. So weit konnte keiner werfen, also blieben wir weiter auf der Hut. Ich sagte zu Thomas er solle links schauen, ich nehme die rechte Seite und der Doktor solle hinten aus dem kleinen Fenster schauen, ob im irgendetwas auffallen würde. Dann kam ein Funkspruch vom letzten Fahrzeug „Hinterhalt, mehrere Insurgents von 7Uhr. Sanitäter stehen unter Beschuss.  In dem Moment wurde mir klar, dass uns keiner mit Steinen beworfen hatte, sondern das wir beschossen wurden. Durch diese Panzerplatten, mit den unser Fahrzeug bestückt waren, konnten wir nicht nachvollziehen, dass wir beschossen wurden. Mein Fahrer schrie laut und der Doktor sagte nur „raus hier. Raaauusss“ . Für einen kurzen Augenblick wusste ich nicht was ich tun solle. Schließlich bin ich der Kommandant auf unserem Fahrzeug und für die beiden anderen verantwortlich. Ich befahl meinen Jungs, im Fahrzeug zu bleiben. Hier ist es am sichersten. Die Schüsse sollten uns nichts antun. Im selben Augenblick kam ein Soldat aus unserem Konvoi auf unser Fahrzeug zu. Es war der HFw. Ihm folgten noch 4 andere mit einer Trage. Ich machte die Tür auf stieg aus und wartete auf seine Meldung. Er kam direkt auf mich zu. Von weitem rief er „ Wir haben zwei Verletzte. Holt die Trage raus.“ Ich rannte nach hinten machte die Tür auf und holte die Trage raus. Thomas stieg mit aus und wollte mit helfen. Ich sagte nur „verschwinde ins Auto. Doktor alles vorbereiten. Sie bringen uns einen Verletzten.“ Die Schüsse, das Geschrei rings um mich, nahm ich überhaupt nicht war.  Ich stand so sehr unter Adrenalin, dass ich nur noch ohne großartig zu überlegen handelte. In meiner Ausbildung zum Rettungsassistenten war ich öfters gefordert, aber nicht auf diese Art. Die Soldaten kamen auf uns zu, der Verletzte war sehr ruhig und voller Blut. Wir verladen ihn und dann versorgen wir ihm im Auto. Bis wir die Splitterschutzweste aushatten und seine Kleidung aufgeschnitten hatten, vergingen gefühlte 10min. Ich bereitete eine Infusion vor, machte beim Patienten einen Zugang und wartete nun auf weitere Anweisungen vom Doktor. Er meinte“ es ist nicht so schlimm. Ein Schuss in den Oberschenkel. Die femoris hat nichts abbekommen, kleine Platzwunde am Kopf“. Ich dachte nur, Gott sei Dank. Wir verbunden die Wunde und taten alle Maßnahmen, um ihn ins Krankenhaus schaffen zu können. Nach ca 20min meldete ich unserm HFw, dass die Blutung gestoppt sei und wir Abmarsch bereit wären. Antwort von Ihm „Verstanden“. Ich setzte mich wieder zu Thomas vor. Total durchgeschwitzt und aufgeregt merkte ich erstmals, dass es ruhig geworden ist. Am Funk herrscht Stille, vereinzelte kurze Schüsse schallen in mein Ohr. Ansonsten ist es ruhig. Thomas fragte mich ob alles in Ordnung sei, aber ich antwortete ihm nicht. Ich bekam in dem Moment kein Ton raus. Nach fünf Minuten der Stille kam die Nachfrage vom HFw, ob alle Abmarschbereit wären. Dies bejahten alle und die Fahrt ging weiter. Auf direktem Weg in Richtung Lager.

Kurz nach Abmarsch ein letzter Funkspruch „Übungsende, Übungsende!!!!Alle sammeln sich am Führungsfahrzeug“. Nun war ich erleichtert.

 

Nach der Auswertung fuhren wir zurück in die Kaserne und bereiteten uns wieder auf die nächste Übung vor. Abends im Bett hatte ich so viele Gedanken, die mich beunruhigten. Würde ich im echten Einsatz auch so reagieren? Bleibt Thomas auch so ruhig oder flippt er aus? Habe ich alles richtig gemacht? Was ist, wenn mir was passiert? Meine Frau, mein Sohn usw… unendlich viele Fragen  

 

 

828 Wörter

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Fobbat Speed 1

 

Papas Heimkehr

 

Ich öffnete meine Augen und rief sofort meine Mama: „Mama, Mama, MAAAAAAAAAAAMAAAAA“. Denn heute ist der Tag auf den ich schon so lange gewartet habe. „Heute ist es soweit Mama“, rief ich und rannte zu Mama. „Ja Niclas“ antwortete meine Mama „heute kommt Papa aus seinem Auslandseinsatz zurück.“ Ich freute mich so sehr, dass ich mein Frühstück kaum herunter bekam. Nachdem wir dann gefrühstückt hatten, putze ich meine Zähne ganz schnell und dann hieß es auf Oma zu warten, denn Mama traut sich nicht mehr so weite Strecken zu fahren, weil sie im 8 Monat schwanger ist und mein Bruder bald kommen wird.
Als Oma uns endlich abholte ging es los nach Frankfurt zum Flughafen, denn da landet Papa mit seiner Kompanie. Papa ist Fallschirmjäger und in Zweibrücken stationiert.
Die Fahrt kam mir ewig vor und dann passierte es auch noch…. STAU. Wir waren kurz vor Frankfurt und standen im Stau. „Oh nein! Hoffentlich kommen wir noch vor Papa an!“, dachte ich. Mama merkte dass ich mir Gedanken machte, beruhigte mich und versprach mir, dass wir vor Papa ankommen werden.
Mit ein paar Minuten Verspätung kamen wir dann bei der Landebahn an, wo Papa landen sollte. Doch ich konnte ihn nirgendwo sehen. War er etwa schon weg? Mama ging sich erkundigen und wollte wissen was los ist.
Als sie zurück kam lächelte sie mich an und meinte „ Nicht nur wir haben Verspätung mein Schatz. Das Flugzeug hat 20 Minuten Verspätung aber sie müssten bald landen.“ Meine Welt war wieder in Ordnung. Gleich konnte ich meinen Papa in die Arme nehmen.
Dann sah ich das Flugzeug am Himmel, es ist im Anflug. Die ganzen Familien warten schon auf ihre Soldaten. Das Flugzeug ist gelandet, die ersten die aussteigen sind Papas Chef und Papas Spieß. Nach und nach steigen immer mehr Soldaten aus, aber von Papa weit und breit keine Spur. Wo war er denn? Nach über 10 Minuten steigt ein Mann aus, der Papa ähnlich sieht. Er läuft auf uns zu. Umso näher er kommt, umso mehr Ähnlichkeit bekommt er mit meinem Papa. Dann bin ich mir ganz sicher, es ist Papa. Ich lasse Mamas Hand los und renne einfach nur noch auf Papa zu. Dieser lässt seine Tasche fallen und kniet sich nieder um mich in den Arm zu nehmen.
„Ich hab dich so vermisst Papa“, sagte ich mit weinerlicher Stimme. Er fing an zu weinen und meinte wie sehr er uns vermisst hat.
Ich genieße die Umarmung eine gefühlte Ewigkeit bis Mama kommt und uns alle umarmt. Ihr Bauch ist schon so dick, dass sie mich damit fast erdrückt.
„So jetzt sind wir alle wieder vereint und mein Bruder kann endlich kommen“, sagte ich ganz stolz.

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Vorwort: Diese Geschichte bezieht sich nicht nur auf einen speziellen Soldaten, sondern auf jeden der jemals Kamerad war oder ist.

Ich glaub hier kann sich jeder von uns irgendwo wiedererkennen.

 

Was ist ein Kamerad?

 

Zu Beginn eines jeden Soldatenlebens, ist der erste Tag in einem neuen Leben, der des Dienstantritts. Keiner weiß was die nächsten Tag so passiert. Man wird zunächst mit 5 anderen völlig fremden Menschen in ein Zimmer gesteckt und bekommt gesagt, dass sind jetzt deine neuen Kameraden! Man schaut sich die Pfeifen an und denkt sich, mit denen will ich nix zu tun haben.

 

KAMERAD = ZIMMERGENOSSE?????

 

NEIN, bevor der erste Eindruck sich setzen kann, schreit einer wie am Spieß im Flur und weitere 60 fremde Leute stehen plötzlich neben dir im Gang. Wieder fragt man sich, was das nun noch alles für Pfeifen sind. Und wer hätte es gedacht, der Typ vor der Front sagt: „Das auch diese Typen jetzt deine Kameraden und deine neue Familie sind“.

 

KAMERAD = Familie?????

 

NEIN, man versteht den Sinn darin zunächst nicht. Jedoch von Tag zu Tag, von Woche zu Woche versteht man langsam die Wörter vom ersten Tag etwas besser. Es wird eine Einheit gebildet, die an einem Strang zieht und alle Hürden meistert.

 

KAMERAD = EINHEIT?????

 

NEIN, es wird schnell klar, dass hinter diesen Wort viel mehr steckt. Dies wird einem erst nach vielen Monaten in der Stammeinheit und im Auslandseinsatz richtig bewusst, dass es mehr sein muss, was dieser Begriff verkörpert. Es bilden sich Freundschaften für das ganze Leben. Man geht im Dienst durch alle Höhen und Tiefen und ist auch in den schwierigsten Situationen füreinander da.

 

KAMERAD = FREUNDSCHAFT????

 

NEIN, viel mehr als das. Man erlebt gerade im Ausland Dinge, die kein einfacher Freund von Zuhause begreifen und verstehen würde.

 

WAS IST NUN EIN KAMERAD?????

 

Im Vergleich zu einem Freund ist ein Kamerad etwas völlig anderes. Denn wer einmal ein Kamerad ist, bleibt auch sein ganzes Leben lang ein Kamerad. Alle erlebten Dinge vergisst man nie und bleibt bis zu seinem letzten Tag Kamerad. Diese Verbundenheit kann uns keiner nehmen, auch keine Freunde oder Familie ersetzen.

 

KAMERAD zu sein und KAMERADEN zu haben, ist etwas was jeder Mensch im Leben kennenlernen und erfahren sollte. Auch nach dem Tod bleiben uns die Kameraden im Herzen und Gedanken ewig erhalten und ihr Andenken wird mit Stolz bewahrt.

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Der_Tod / Speed1

 

eines tages kam bei einem 19 jährigem wir nennen ihn mal "soldat_Tod" der einberufungsbefehl das er sich zu einem bestimmten zeitpunkt in einer bestimmten kaserne einzufinden hat und sein dienst als soldat antreten muss, der soldat_Tod war mit der kaserne und seiner aufgabe im einberufungsbefehl mal gar nicht zufrieden da ihm dies langweilig erschien und er deshalb daraufhin diesem schreiben antwortet das er doch gerne wenn er schon zur bundeswehr gehen solle doch etwas erleben möchte und bittete in dem schreiben um eine einberufung zu den fallschirmjägern, es dauerte keine 3 wochen da kam erstaunlicherweiße der neue einberufungbefehl zu den fallschirmjägern. soldat_Tod freute sich und musste auch nicht mehr lange warten bis zum dienstantritt und feierte schonmal das er entlich was erleben wird. dann war es soweit der erste tag beim bund und schon ging es los mit stress anbrüllen lassen und wenig schlaf das zog sich die gesamte grundausbildung einerhin, entlich nach 6 wochen quälerei kam eine etwas ruhigere zeit die wachausbildung von einer woche zum "ausruhen" und danach sollte es doch langsam mal losgehen mit fallschirm hüpfen dachte soldat_Tod also erstmal diese eine woche entspannen und dann volles programm weiter aber dann kam der schock nach der wachausbildung wurden dann alle soldaten verschiedenen kompanien zugeteilt und soldat_Tod "durfte" in den nachschub wo er dann in die küche gesteckt wurde und somit null action (fallschirmspringen) erlebte, ganz im gegenteil was soldat_Tod dort lernte war das "saufen" jeden tag aufs neue bis zu seiner entlassung (2jahre), er kam suzusagen als junger sportlicher mann der action erleben wollte und ging als nicht mehr so sportlicher mann (schnappstrosel) der nix erlebte und sozusagen 2 jahre seines lebens verschwendete...

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So lief es in der Wache

 

Wir schreiben das Jahr 1998. Es war ein wirklich sonniger, schöner Tag, als Gefreiter S. wieder mal Wache schieben musste. Und die Tatsache, dass er wieder Wache schieben musste war schon ärgerlich. Ärgerlich jedoch nur, weil er zu diesem Zeitpunkt gerade Vater geworden war und als Heimschläfer zu Hause bei seiner Familie hätte verbringen können.

Es war anfangs ein Tag wie jeder andere auch. Man sitzt entweder im Wachhaus oder steht steif an der Schranke. Gefreiter S. jedoch stand an der Schranke als ein Fahrzeug vorfuhr mit 2 kleinen Fähnchen vorne dran. Gefreiter S. hatte bis dato nur davon gehört, jedoch selbst vorher das Fahrzeug nie gesehen. Er wusste, jetzt kommt der Battaillonskommandeur. Das Bild von ihm hing im Wachhaus, so wusste jeder, wie er aussieht. Ängstlich und leicht zitternd ging Gefreiter S. um das Fahrzeug herum, stand stramm an der hinteren Tür auf der Beifahrerseite und machte leicht stotternd seine Meldung. Nachdem er Meldung machte, durfte er sich rühren. Es vergingen gut 2 Minuten in denen nichts geschah. Der General fragte dann wo der Wachhabende sei. Gefreiter S. konnte ihm ja nun nicht sagen, dass er mitten am Tag im Bett gelegen hatte, weil er bis in den Morgen mit anderen Kameraden bei einer Uffz-Taufe war.

Also sagte Gefreiter S. er ist vielleicht auf dem WC, in der Hoffnung, dass andere Kameraden den Wachhabenden wecken. So war es jedoch leider nicht. Der General stieg also aus dem Auto, er war klein und leicht angesetzt, so dass Gefreiter S. sich das Grinsen verkneifen musste. Er ging sehr ziehlstrebig auf das Wachgebäude zu und liess sich die Tür öffnen. Nachdem er weiter ins Gebäude ging, sah er den Wachhabenden im Bett liegen. Noch immer lag er dort schnarchend und gut besoffen von der Uffz-Taufe.

Die lautstärke, die ein solch kleiner Mann aus sich rausholen kann hörte man draussen an der Schranke. Er hatte noch nie erlebt, dass ein Wachhabender keine Meldung machen kann und dann noch besoffen im Bett liegt, wenn er in eine Kaserne kommt. Dieser Vorfall sollte jedoch Folgen haben. Nach 4 Jahren Bundeswehr hat der Wachhabende es wirklich nur bis zum Stabsunteroffizier gebracht.

 

Die Geschichte hat sich wirklich im Jahr 1998 so ergeben in Bad Segeberg. Leider wurde die Kaserne dort nun geschlossen und ein Industriepark draus gemacht. Das Wachhaus wird somit leider keine neuen Geschichten mehr erzählen können, die sich so oder so ähnlich ergeben haben.

 

Timmerberg

Speed2

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Aufm Minenjagdboot

 

 

Ab und an verarscht man die *Neuen* ja gerne mal.

 

Wir haben ja ein Sonar was ja in einer Röhre untergebracht ist und somit unters Boot raus fahren kann.

Ist also nach unten offen.

Es ist eine kleine Tradition,das die *Neuen* an Bord,das Teil leerschöpfen müssen, da das Boot sonst angeblich sinkt.

Eine nach unten offene Röhre leer zu schöpfen geht natürlich eher schlecht .

Da die *Neuen* noch so frisch dabei sind,hören sie natürlich auf die Älteren,ohne  nachzudenken das diese sie gerade mächtig auf die Schippe nehmen.

Den *Neulingen* dann dabei zu zusehen,wie sie sich abrackern,bis sie selbst begreifen das sie auf die Schippe genommen werden und das ganze geracker nichts bringt,ist dann ein großer Spaß für die ganze Besatzung.

 

 

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Der Soldat Orlgans

 

4 Jahre qüälte sich Orlgans durch ein Gebilde, was sich Bundeswehr nannte,bzw. was sich heute immer noch so nennt !

Es begann mit 3 Monaten Grundausbildung, Dort wurden einem so wichtige Dinge beigebracht, wie, Stiefel putzen, Körperhygiene, Betten bauen, Hemden ordentlich in den Schrank zu legen und Knöpfe annähen. Ohne diese wirklich wichtige Ausbildung, wäre Orlgans wahrscheinlich in seinem weiteren Leben kläglich gescheitert !!!

 

Dann wechselte er in seine Stammeinheit, wo er die noch wichtigeren Dinge des Lebens kennenlernte. In 30 Minuten 20 Kümmerlinge trinken ohne sich zu übergeben, stellte für ihn irgendwann kein Problem mehr da. Auch die Herausforderung, für den ganzen Zug, ohne technische Hilfsmittel, in der Natopause das Frühstück im Mannschaftsheim zu besorgen und heil zum Zug zu bringen, stellte für ihn nach etwa 20 Versuchen kein Problem mehr da.

 

Dann kam die Zeit des Uffzlehrgangs, insbesondere der grüne Teil. Märsche, Durchschlageübungen, Märsche, Märsche, Notdurft im freien bei - 15°C verrichten, Märsche, Märsche und gefühlte eine Million 5000m-Läufe.

 

Dann war er irgendwann Uffz und etwas später sogar Stuffz. Das Frühstück wurde ihm nun von einer Schulterglatze gebracht, Kümmerlinge standen immer noch auf der Tagesordnung, alledings schaffte er neben den 20 Kümmerlingen auch noch ebensoviel Flaschen Bier in der gleichen Zeit ^^

 

Fazit: Die Bundeswehrzeit war schon enorm wichtig für Orlgans´Persönlichkeitsentwicklung. ;)

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